Meine erste Facharbeit - oder wie erstelle ich Dokumente ?

Diese kurze Serie soll euch als Schüler, Gesellen oder anderen Startautoren eine kurze Einführung geben, wie man eine Facharbeit, eine Diplomarbeit, einen Aufsatz, einen Zeitungsartikel oder auch nur eine Seite einer Webseite sinnvoll beschreibt.

Auslöser für diese Beschreibung war die Aufgabenstellung meines Bruders, eine Facharbeit für seine Prüfung zu schreiben. ich muss dazu sagen, dass er kein Computerexperte ist und bislang auch keinen umgang mit Textverarbeitungen gepflegt hat.
Ich habe mir dazu die Arbeiten der Arbeiten des Vorjahrs angeschaut und musste erschreckt feststellen, wie schwer und einfach es sich die Autoren machen und wie wenig Unterstützung die Schule hier liefert.
Das waren zwar DOC-Dateien, in der aber keinerlei Struktur vorhanden war und Überschriften manuell erstellt und formatiert wurden. Auf der anderen Seite wurden Quellen und Texte aus dem Internet einfach ungeprüft und ohne Quellenangabe übernommen. Als Fachautor war ds richtig erschreckend.

Wer eine Abhandlung schreiben will, muss sich erst einmal klar machen, welche Geschichte bzw welchen Inhalt er beschreiben will. Das wichtigste dabei ist der Inhalt, der je nach Größe in Kapitel und Abschnitte gegliedert werden muss. Komplett unwichtig ist aber im ersten Schritt das Layout und die Form, wie sie dies niederschreiben.

Ich selbst schreibe einige Absätze manchmal einfach mit einem Texteditor ohne jegliche Formatierung. die Form und das drum herum wir Kopfzeilen, Fußzeilen, Inhaltsverzeichnis etc. kommen erst danach.

Es ist ganz wichtig, dass Sie das "Format" und den "Inhalt" einer Arbeit komplett trennen. Hüten Sie sich davor, irgend welche Stellen manuell zu formatieren. In kürzester Zeit sieht ihr Dokument aus wie ein Gemischtwarenladen von Formatierungen. für den Anfang benötigen Sie eh nur wenige Absatztypen

  • Überschrift 1-3
  • Standardabsatz
  • Aufzählung
  • Aufzählung nummeriert

Alle andere ist "Feinformatierung" und wird man hinterher beim KorrektURLesen und beim umbruch noch einmal überprüfen und anpassen. Wenn Sie eine Webseite erstellen, dann entsprechen diese Dokumentvorlagen den Styles in einem StyleSheet. Besonders die Überschriften sind wichtig, da Sie dem Dokument eine Struktur geben.

Noch eines zur Textverarbeitung: Es ist ziemlich egal, ob sie nun mit Microsoft Word, OpenOffice oder anderen Programme arbeiten, so lange Sie Dokumentvorlagen unterstützen. Auch ein Word kann problemlos große Dokumente bearbeiten, auch wenn dies immer wieder mit Horrorgeschichten angezweifelt wird. Zu einer sauberen Arbeit gehört es allerdings, dass man Abbildungen auch als Bilder einbettet und nicht aber umfangreiche "Objekte". Wenn man ein paar Zeilen aus Excel oder einer Zeichnung braucht, dann muss man nicht die komplette Zeichnung mit allen weitere Karteikarten einbinden und in Word erst beschneiden. Ich habe mir angewöhnt die Bilder einfach als GIF-Bild abzulegen und einzubinden.

Ganz wichtig: Sichern Sie vom ersten Tag an ihre Arbeit regelmäßig. !
Wer einmal auch nur einen Absatz verloren hat,

Kommen wir mal zum Dokument als solches. Die einzelnen Entstehungsschritte eines Dokuments sind:

Aufstellen der Gliederung

mit Kennzeichnung als "Überschrift" der passenden Stufe. Das erleichtert die spätere Navigation. Im ersten Schritt notiere ich mir Stichpunkte zu jedem Kapitel, damit ich später die Daten ausformulieren kann. Wer ein Buch schreibt, gibt diese Version oft schon seinem Lektor zur Kontrolle

Füllen der Inhalten

Nun beginnt die eigentliche Schreibarbeit. Bilder muss man nicht sofort "perfekt" machen. Konzentrieren Sie sich erst einmal auf den Text. Ich springe manchmal sogar, wenn mit beim Schreiben eine wichtige Information zu einem anderen Kapitel einfällt. Dann hinterlasse ich einfach ein "xxx", damit ich später solche unvollständigen Stellen leichter finde. Natürlich kann es auch hier passieren, dass man die Gliederung noch einmal umstellt oder erweitert.

So nach und nach werden auch die ersten Bilder eingebunden. Wenn man Daten von anderen Quelle nutzt, dann muss man die natürlich korrekt zitieren und mit korrekter Quellenangabe versehen.

Natürlich werden Sie nach und nach beim Schreiben noch andere "Formate" benötigen. Aber das würde ich erst einmal hinten anstellen. für das Schreiben reichen die Gliederungen komplett aus und Sie werden die ganze Arbeit sowieso noch ein zweites und drittes mal lesen. Und da stört allzu viel "Formatierung" erst einmal. Auch eine andere Person, die das Dokument korrektURLiest, tut sich leichter. Wenn mehrere Personen an einem Dokument arbeiten, dann kann man jedes Kapitel als eigene Datei speichern und erst am Ende zusammenführen. Übrigens sind so "einfach formatierte" Dokumente sehr einfach zwischen verschiedenen Programmen und Formaten austauschbar

Layout, Seitenumbruch, Inhalt

Erst am Ende kommt das eigentliche "Layouten" und hier kann man sich durchaus überlegen, jemand mit guten Kenntnissen in der Textverarbeitung zu Hilfe zu holen. Ich habe dazu mittlerweile eine sehr gute Dokumentvorlage (Word), welche schon das Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und andere Bausteine enthält. Ich beginne dann einfach ein neues Dokument mit dieser Vorlage und kopiere die Kapitel meiner Arbeitsdokumente einfach hinein. Dank der Vorlage bekommen die Überschriften dann gleich ihre passende Formatierung, der Rand und das Format ist für die Ausgabe optimiert (z.B. BuCH). Ich muss dann nur noch die Dokumenteigenschaften pflegen, damit auch die Felder auf Deckblatt und Kopf/Fußzeile beim Druck auf die Funktion "Felder aktualisieren" angepasst werden. Word erstellt auch das Inhaltsverzeichnis automatisch.

Wer natürlich noch Abbildungsverzeichnisse und weitere Formate anwenden will, muss nun beim letzten KorrektURLesen noch einmal durch das nun formatierte Dokument gehen und die verbliebenen Fehler korrigieren, Formate zuweisen und natürlich nun als letztes auch den Seitenumbruch bei Bedarf manuell anpassen.

Ausgabe

Online und Papierlos ist zwar modern, aber wer sich schon die Mühe macht, wird auch die Ausgabe einmal als Buch oder zumindest als Schriftstück in Händen halten wollen. Sicher ist ein Ausdruck auf einem Laserdrucker heute nichts besonderes mehr aber wenn Sie mehrere Seiten mit farbigen Komponenten haben, dann wird der Ausdruck über einen Tintenstrahldrucker sehr schnell teuer. Eventuell ist es ja eine Idee, das Schriftstück direkt als Buch drucken zu lassen. Unter dem Begriff "Books on Demand" oder "Print-to-Order" gibt es mittlerweile einige Anbieter, die eine Ausarbeitung als Buch bereitstellen. Sie können aber auch einfach mal die lokale Druckerei fragen.

Weitere Links