Aastra 6721ip/6725ip/ Mitel Mivoice 6725

Aastra vertreibt zwei Telefone mit Lync Firmware, die auf dieser Seite weiter beschrieben werden.

Achtung: Diese Telefone funktionieren nur mit Lync Server 2010, nicht mit dem alten OCS2007 R2 oder normalen SIP-Systemen. Sie unterstützen nur die Anmeldung mit Extension und PIN (Siehe auch Lync Telefone PIN).

Fragen zum Telefon ?
Noch stehen die Telefone bei mir funktionsfähig am Tisch samt Anbindung an meinen Lync 2010 Server. Haben Sie spezielle Fragen, dann einfach Mail an.

Microsoft Lync Telephones by Aastra
http://www.youtube.com/watch?v=qNkNaWj19xY

Aastra Seite bei Net at Work
http://www.netatwork.de/AASTRA_6725ip_6721ip_Telefone_fuer_Lync.htm

Telefonfamilie

Sicher ist ihnen nicht entgangen, dass die "Telefonie-Story" von OCS lange nicht so erfolgreich war, wie sich das der ein oder andere vorgestellt hat. Natürlich kann ein Telefon nicht den kompletten Funktionsumfang von OCS/Lync ausschöpfen, d.h. Desktop-Sharing und Dateitransfer macht keinen Sinn und auch Videokonferenzen sind nicht so einfach aber telefonieren kann schon deutlich besser werden-. Mit Lync hat Microsoft daher einige Hersteller um sich geschart, die Lync-kompatible Telefone zu akzeptablen Preisen anbieten. Einer davon ist Aastra und dank eines freundlichen Vertriebs konnte ich im Oktober schon vor Release-Datum schon die beiden Telefone von Aastra unter die Lupe nehmen.

Die ersten Tests habe ich gegen einen Lync 2010 RC-Server durchgeführt. Sie funktionieren natürlich auch mit der RTM Version und Lync 2013.

Telefon Listenpreis Funktionen PoE Beschreibung

Aastra 6721ip

199€

  • Lync Only
  • 2x GBit
  • PoE
  • Farbdisplay

PoE Class 2
(3,84W–6,49W)
Idle: 3.0 W
Conversation: 4.0 W
Max: 5.5 W

Das günstigere 6721ip ist als "Common Area"-Phone für den allgemeinen Gebrauch vorgesehen, bei dem keine hohe UC Integration erwartet wird

Aastra 6725ip

259€

6721p zzgl.

  • USB
  • Headset-Anschluss
  • Freisprechen
  • Präsenz LED

Das leistungsfähigere 6725ip kann per USB mit dem PC verbunden werden und erlaubt damit eine sehr gute Integration mit dem Lync Client. Zudem gibt es einen eigenen RJ11 Anschluss für ein Headset

Mitel 6725ip

 

 

Die Firma Mitel vertreibt das 6725ip unter eigenem Label
http://mitel.de/product-service/mivoice-6725-lync-phone
http://www.mitel.com/products/business-phones/mivoice-6725-lync-phone 

Alle Telefone haben gemeinsam, dass Sie direkt an das Ethernet angeschlossen werden, d.h. keine Verbindung zum PC benötigen wie frühere "Speakerphones", die eher ein USB-Soundgerät mit Tastenfernsteuerung denn ein eigenständiges Telefon waren. Beim dem relativ geringen Preisunterschied, der sich beim Straßenpreis noch weniger bemerkbar macht, gibt es eigentlich kaum noch einen Grund das einfacher ausgestattete Telefon zu nutzen.

Anschluss und Konfiguration

Wie üblich müssen Sie nach dem Auspacken des Telefons erst mal die Spiralkabel an den Hörer und und das Telefon anschließen. Die Buchsen sind entsprechend beschriftet. Sie sollten das "lange Ende" ins Telefon stecken, damit die Kabelzuführung genutzt werden kann.

Damit das Telefon nicht nach hinten kippt, müssen auf der Rückseite zwei Füße montiert werden. Dies ist recht pfiffig gelöst, da es vier Möglichkeiten gibt und damit der Anstellwinkel beeinflusst werden kann.

Auf der Rückseite des 6725ip befindet sich ein Ethernet-Port für die Verbindung zum LAN und ein zweiter Port, um ein weiteres Gerät "dahinter" anzuschließen. Auch hier ist wie beim Polycom eine eigene Stromversorgung möglich. Das Steckernetzteil gehört für die Lync Telefone Aastra 6720ip aber nicht zum Standard Lieferumfang. Das ist in der Regel kein Nachteil, da IP-Telefone typischerweise an PoE Switches (PoE Class 2 erforderlich) angeschlossen werden und so auch das Thema uSV einmal zentral gelöst werden kann. . Allerdings gibt es von Aasta als Zubehör natürlich die entsprechenden Netzteile.

Das Bild zeigt das kleinere 6721p, welches weder USB noch Headset-Anschluss hat. Der Headset-Anschluss ist per Blindstopfen blockiert.

Mein Gerät war ein Vorserienmodell, beim dem der zweite LAN-Port noch nicht aktiv war. Daher auch der temporär Aufkleber

Das 6725ip ist mit einem USB-Anschluss für die PC-Anbindung, einem RJ11 für ein Headset und einen aktiven LAN-Port ausgestattet. Ob die zweite USB-Buchse für Dinge wir Firmware-Update oder zum Einstecken eines WiFi-Sticks gedacht sind, kann ich noch nicht sagen.

Erster Eindruck

Für einen Europäer dürfte das Design des Aasta im Vergleich zum Polycom gefälliger sein. von der Funktion her könnte man sagen, dass alle Lync-Telefone irgendwie Brüder und Schwestern sind. Sie nutzen äußerlich alle die gleiche Software und unterscheiden sich primär im Design und den Anschlüssen. Aber oft ist es genau das, was bei Anwender über die Akzeptanz oder Ablehnung entscheidet.

Hier ein Bild des Systems an meinem produktiven Lync-Server, aufgenommen am 19 Nov. 2010. Schön ist, dass auch dieses einfache Gerät ohne USB-Kopplung meinen Status anzeigt, auch wenn ich z.B.: auf dem PC am telefonieren bin. Auch umgekehrt funktioniert dies: Wenn ich am Telefon verbunden bin, dann ist auch mein PC-Status "Am Telefon"

Auch wenn mein Gerät noch ein "Vorseriengerät" war, so hat es in der Funktion keine Schwächen gezeigt. Es ist mechanisch einwandfrei verarbeitet und durch die pfiffige Aufstell-Lösung auch den persönlichen Vorlieben anzupassen. Die Displays sind hell und deutlich klarer als z.B.: das Tanjay. Da Software und "Innenleben" sowieso von Microsoft vorgegeben wird und auch Update von Microsoft kommen, ist eine gewisse Verwandtschaft zum Polycom Telefon nicht zu übersehen. Um so mehr können Sie ihre Entscheidung daher an der äußeren Form, der Haptik und dem Preis fest machen.

Aastra und Headset

Wir haben bei Net at Work einige Aastra-Telefone als Ersatz für die alten Optiset-Telefone (Swyx/Siemens) eingesetzt. für diese Telefone hatten wir einige Plantronics Headsets mit Tastaturumschalter. Das Headset selbst hingegen hat einen RJ11-Stecker, welcher problemlos in das Aastra 6525ip passt

Die Ansteuerung erfolgt über die gesonderte Taste auf der Vorderseite:

Wer also bisher schon ein Headset an seinem "normalen" Telefone hatte, kann dies in bestimmten Fällen auch am Aastra weiter verwenden.

Aastra und PoE und Gigabit

Die Telefone lassen sich per Fernspeisung versorgen als auch über ein lokales Netzteil. Wer nicht gleichen PoE-tauglichen Switch einsetzt, kann natürlich auch einen der vielfach erhältlichen PoE Injektoren verwenden. Hierbei ist bei uns aufgefallen, dass nicht alle PoE-Injektoren auch "Gigabit-tauglich" sind.

Wer also das Telefon nicht direkt von einem PoE-tauglichen Gigabit-Switch oder per Netzteil oder Gigebit-Injektor versorgt, sondern einen günstigen PoE Injektor verwendet, wird nur einen 100MBit vom Telefon zum Switch erhalten und entsprechend auch auf dem Durchschleifport begrenzt sein.

Glücklicherweise bekommt der angeschlossene PC dann selbst auch nur eine 100MBit Verbindung signalisiert, so dass das Aastra nicht als Bridge auch noch Puffern und drosseln muss.

Ratsam ist daher schon die Investition in Gigabit-Switches mit PoE, wenn am Telefon noch ein PC angeschlossen werden soll, der auch tatsächlich Gigabit benötigt. Alternative kann das Netzteil eingesetzt werden.

Andere Aastra Telefone

Aastra hat auch andere Telefone, die sich an Lync sicher gut machen würden, aber über deren Kompatibilität ich noch nichts sagen kann, z.B. das Blustar.

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