POP3 abholen / SMTP anfordern - Zusatzprogramme

Mögliche Produkte (Freeware, Shareware, Kaufsoftware) sind. (Lizenzbedingungen und Preise sind nicht garantiert, bitte selbst nachlesen). Meine Empfehlung: Keines der Programme, sondern eine "richtige" Anbindung, bei der der Provider die Mails zustellt, statt dass der Server regelmäßig anruft und pollt, weil es schneller geht und keine "überflüssigen" Verbindungen bestehen.

Einige der Programme versprechen "vollständige" Mailserver zu sein, und behaupten, das gleiche leisten zu können, wie Exchange. Nun Exchange ist aber mehr als ein POP3/SMTP-Server. Insofern kann keiner der auf POP3-basierenden Mailserver Exchange das Wasser reichen. Aber POP3 sammeln und an Exchange weiterleiten ist eine relativ einfache Tätigkeit. Viel Spaß beim testen der verschiedenen Programmen. Vielleicht funktioniert eine davon heute mit ihrem Provider. Die Reihenfolge sagt nichts über die Qualität. Freeware ist ganz vorne. Programme, die als Windows NT Dienst  laufen und deutsch sind, sind danach. Dann kommen englische Produkte und am Ende Linux und NetWare NLM. Einige Produkte sind Freeware oder kosten nichts für wenige Benutzer, andere gibt es als 14 oder 30 Tage Testversion.

Like its predecessors, the POP3 connector in SBS 2008 is meant to be a migration solution to allow companies to transition from hosting their email at the ISP to hosting their email in-house on Exchange server. It is highly recommended to retire the POP3 Connector once your migration is complete and allow Exchange 2007 to directly host email for your domain.
Quelle: Introducing the POP3 Connector
http://blogs.technet.com/sbs/archive/2009/07/01/sbs-2008-introducing-the-pop3-connector.aspx

Die Liste ist nicht vollständig und stellt keine Empfehlung eines Produkts dar. Die Preise entsprechend den Angaben des Herstellers im Moment der Verlinkung. Maßgeblich ist der Preis des Herstellers.

Wer etwas mehr Leistung benötigt, kann natürlich auch einen eigenen Mailserver einsetzen, der unter anderem POP3 abholen kann und die Mails entweder an lokale Postfächer zustellt oder an einen anderen Server wie Exchange weiterleiten kann.

Problematisch ist hierbei, dass ein kompletter Mailserver meist nicht einfach zu installieren ist, Speicher benötigt und sich Konflikte mit den TCP-Ports ergeben. Die meisten Mailserver nutzen genau wie Exchange die Port 25/TCP (SMTP) zum Empfang von Nachrichten und 110/TCP (POP3) für den Zugriff der Benutzer. Diese Ports müssen umgestellt oder die Dienste deaktiviert werden, damit Exchange weiter damit arbeiten kann. Die Zwischenschaltung eines Mailservers kann aber auch hilfreich sein, wenn dieser zusätzliche Funktionen (z.B. Spamschutz, Virenschutz, Adressanpassungen, Listserverfunkionen etc.) anbietet.

Aus meiner Sicht sind  POP3-Sammelkonten eigentlich nicht geeignet, um eine Firma anzubinden. Es mag sein, dass Selbständige und Firmen mit sehr wenig Anwendern und eigenem technischen Verständnis damit zurecht kommen. Oftmals ist das Problem eher der Internetprovider, welcher einfach nicht mit ETRN, Rückruf etc. umgehen kann und lieber seine "bekannten" POP3-Postfächer pflegt. Allerdings gibt es auch Provider, die auf die Bedürfnisse von kleinen Firmen eingehen und z.B. trotz Einwahl die Übertragung per ETRN und fester IP-Adresse erlauben. Selbst für einen einfachen DSL-Anschluss gibt es heute Provider, die ihnen eine feste IP-Adresse zuweisen oder sie mit dynamischen DNS-Einträgen eingehende Mails erhalten.

Probleme mit dem SBS POP3Connector

Microsoft selbst bietet mit dem Small Business Server einen POP3 Connector an, der auch Nachrichten per POP3 beim Provider abholt und an den lokalen Exchange Server zustellt. Und hier einige Auszüge aus der TechNet.

Ob Sie nun noch Lust haben, den SBS Connector einzusetzen, müssen Sie selbst entscheiden.

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