Exchange 2003 - Outlook Mobile Access

Siehe auch Mobile Information Server, Outlook Webzugriff 2003 und Exchange 2003 - Exchange ActiveSync

Dieser Zugang per WAP ist ab Exchange 2007 nicht mehr möglich. Exchange ActiveSync oder andere Lösungen wie Blackberry sind der bessere Ersatz dafür.

Exchange 2003 bringt "Outlook Mobile Access" mit. Über diesen Weg ist der Zugriff auf die Exchange Daten auch mit mobilen Geräten möglich. dies bedeutet:

  • WAP
    Über WAP-fähige Endgeräte ist ein einfacher Zugriff auf ihren Posteingang und die Suche nach Kontakten möglich. Dies funktioniert z.B. problemlos mit gängigen Mobiltelefonen. Über den Nutzwert lässt sich aber streiten. :-)
  • ActiveSync
    Systeme, die mit Pocket Outlook ausgestattet sind.
  • iMODE (?)
    (Noch keine Erfahrungen)

Diese Seite beschäftigt sich mit dem Zugriff per Outlook Mobile Access

Aktivieren

Bei Exchange 2003 muss zuerst der OMA-Zugriff aktiviert werden. Per Default ist OMA nicht aktiviert, obwohl die virtuellen Verzeichnisse durchaus installiert sind.

In den Eigenschaften müssen Sie den Outlook Mobile Access erst aktivieren.

Diese Änderung benötigt aber einige Minuten, da die Änderungen im Active Directory erst repliziert

Kontrolle

Ob das Setup von OMA zumindest dem Anschein nach erfolgt ist, können Sie im IIS Manager und im Exchange Systemmanager kontrollieren. Im virtuellen HTTP-Server muss es die Verzeichnisse /OMA und /Microsoft-Server-ActiveSync geben.

Benutzer aktivieren

Erst dann können Sie über "Active Directory Benutzer und Computer" den Anwendern auch den Zugriff auf OMA aktivieren. Dazu müssen Sie aber auf dem Exchange 2003 Server selbst oder einem System mit installiertem Exchange Administrator Komponenten sein.

Mobilprovider einrichten

Nach der Pflicht kommt die Kür. Exchange 2003 OMA kann wie der Mobile Information Server entsprechend ausgestattete Clients auch über neue Nachrichten informieren. Sie können sich dies so vorstelle, dass der OMA-Server eine SMTP-Mail an den PocketPC sendet, damit dieser dann eine Synchronisation anstößt.

Technisch funktioniert dies so:

  • GSM Karte MAIL frei schalten
    Sie müssen ihr mobiles Gerät für den Empfang von SMTP-Nachrichten aktivieren. Dies erfolgt oft derart, dass Sie eine SMS an einer beliebige Mailadresse senden und der Provider für den Rückweg auch den Empfang aktiviert. (OPEN per Mail). Bei der Telekom erreichen Sie dies durch eine SMS an die Rufnummer 8000
  • ActiveSync: Geräteadresse pflegen
    Auf dem Pocket PC müssen Sie die Geräteadresse pflegen. Hier tragen Sie z.B. die Rufnummer ein, welche dieses Gerät identifiziert. Bei der ersten Replikation mittels OMA wird diese Information an den Exchange Server übermittelt und dort eingetragen.
    Mit T-Mobile ist die Mailadresse dann ihre "RUFNUMMER@t-mobile-sms.de"
  • Go
    Sobald nun eine neue Mail in ihrem Posteingang ankommt, informiert Exchange das mobile System mittels einer SMTP-Mail an die Rufnummer.

Einige Pocket Windows Phone Editionen erlauben die Auswahl eines Providers bei der Definition der Geräteadresse. Damit dies funktioniert, müssen Sie als Exchange Administrator im Exchange System Manager die unterstützten Mobilfunkprovider eintragen.

Weiterhin kann für Exchange 2003 ein Fix erforderlich werden, da die RTM-Version eine Benachrichtigungsmail mit einer leeren "FROM"-Adresse versendet, welches einige Provider nicht erlauben. In diesem Fall können Sie in der Registrierung an folgender stelle eine FROM-Adresse eintragen

HKLM/SOFTWARE/Microsoft/Exchange/Oma/SMTP821FromAddress: Reg_SZ = "Postmaster@firma.de"

Sie müssen den Schlüssel eventuell erst anlegen. Alternativ soll es von Microsoft einen Fix geben, der die Absenderadresse auf "Postmaster" setzt. Die eigentliche Mail enthält nur eine lange Ziffernfolge in der Betreffzeile, die vom mobilen Gerät verarbeitet wird und eine ActiveSync Replikation anstößt

Risiken

Bedingt durch die technische Lösung per Mail gibt Probleme, die sich im wesentlichen auf die Kosten reduzieren lassen.

  • Kosten
    Für den  Empfang einer Mail auf einem Mobilen Gerät per SMTP berechnen die Provider verhältnismäßig hohe Beträge. für 10 neuen Nachrichten in ihrem Posteingang werden 10 Benachrichtigungsmails generiert, die über das Internet übertragen werden. Bei einen Preis von 29 Cent/Mail kostet allein diese Infomail zum Anstoßen der Replikation 2,90 Euro. Hinzu kommen die kosten für die dann erfolgte Replikation per GRPS, UMTS, GSM.
  • unerwünschte Mails
    Die öffnung des Systems bedeutet zugleich auch, dass jeder im Internet eine SMTP-Nachricht an ihr mobiles System senden kann. Die Kosten zahlt der Empfänger. Solange ihre Rufnummer nur wenigen Personen bekannt ist, ist dies weniger ein Problem. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis Spammer, Viren, Würmer auch diese Mailadressen nutzen. Dann können die Kosten sehr schnell wachsen.

Die Benachrichtigungsfunktion funktioniert und sie erhalten damit sehr schnell eine Information über eine neue Mail. Aber aufgrund der aktuell schlechten FilterMöglichkeit und hohen Berechnungsgrundlagen der Mobilfunkprovider wird diese Funktion sicher nur ein kleiner Kreis von Personen nutzen. Andere Lösungen wie z.B. Blackberry / RIM, bieten hier aktuell noch bessere Funktionen.

Clientfunktion testen

Inwieweit das Setup damit funktioniert, können Sie nur mit einem entsprechenden Client prüfen:

Updates

Das Exchange 2003 Service Pack aktualisiert auch das Microsoft.NET Mobile Device Kit. Folgende Eventlog Meldungen sollten Sie wieder finden.

Quelle EventID Beschreibung
MsiInstaller 11724 Product: Microsoft .NET Framework 1.1 -- Device update 2.0 -- Removal completed successfully.
MsiInstaller 11707 Product: Microsoft .NET Framework 1.1 -- Device update 4.0 -- Installation operation completed successfully.

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