Office 365 Professional Plus

Microsoft Consultant Exchange & Skype for Business (m/w)
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Die Office 365 Pakete E3 und E4 enthalten nicht nur den Service für Exchange, Skype für Business, SharePoint und andere, sondern auch vollwertige Lizenzen der Bürosuite von Office. Diese Seite beschreibt unterschiede, Verteilung, Aktivierung, und Betrieb dieser Produkte auf den verschiedenen Clients.

Supported Clients

Beachten Sie bitte, dass Office 365 auch bestimmte Mindestclients erforderlich macht. Das bedeutet nicht, dass Microsoft ältere Clients aktuell aktiv blockiert. Das wäre technisch durchaus möglich, da jeder Client seine Version als "UserAgent" im HTTP-Request mit an den Server sendet. Microsoft Online kann also sehr wohl erkennen, welcher Benutzer noch einen "zu alten" Client nutzt.


Quelle: https://docs.microsoft.com/en-us/deployoffice/endofsupport/office-365-services-connectivity  Dez 2020

Allerdings gibt es auch technische Erfordernisse, die einen alten Client an deren Verbindung hindern. Zwei Gründe sind z.B.:

  • TLS 1.2 Zwang
    Da frühere Verschlüsselungsverfahren unsicher sind, hat Microsoft in der Cloud TLS 1.2 aktiviert. Um die Sicherheit zu stärken müssen die früheren Versionen natürlich irgendwann deaktiviert werden. Damit können sich all die Clients und Betriebssysteme nicht mehr verbinden, die TLS1.2 nicht verstehen. Siehe auch TLS 1.2 Enforcement und TLS Security
  • OAUTH und Conditional Access
    Um die Anmeldung besser zu sichern, stellt Microsoft die Authentifizierung auf OAUTH um. Eine Zeitlang sind beide Verfahren möglich aber ab Okt 2021 wird OAUTH verpflichtend. Siehe auch Authentifizierung im Wandel der Zeit und Exchange Online Authentifizierung

Insofern sollten Sie darauf achten, dass ihre Clients halbwegs aktuell sind. Für die Office 365 -Editionen gilt sowieso, dass alles älter als 6 Monate nicht mehr supportet ist, d.h. die Programme können durchaus funktionieren aber sie haben nicht die komplette Funktion, die Stabilität kann leiden oder Fehler auftreten.

Starting October 13, 2020, it will be necessary to have Office 365 ProPlus or Office perpetual in mainstream support to connect to Office 365 services. Quelle: Office 365 ProPlus updates (20 April 2017)
https://www.microsoft.com/en-us/microsoft-365/blog/2017/04/20/office-365-proplus-updates/

As previously announced via blog and MC175274 (March, 2019), Office 2013 clients’ connections to commercial Office 365 services will not be supported after October 13, 2020. After this date, ongoing investments in the Office 365 cloud services – including Exchange Online, SharePoint Online, and OneDrive for Business – will proceed based on post-Office 2013 requirements. We recommend that organizations with Office 2013 clients consider migrating to Office 365 ProPlus.
Office 365 Message Center vom 18.9.2019

Der Oktober 2020 ist mittlerweile vorbei und die Clients funktionieren immer noch. Allerdings dürfte Covid-19 der Grund sein, dass Microsoft hier die Umsetzung vertagt hat.

Office Version Status

2007

Nicht mehr unterstützt

2010

Office 2010 ist am 13. Okt 2015 ausgelaufen.
Achtung: Office 365 Pro Plus auf Basis von Office 2016 startet im Februar mit dem automatischen Update

2013/2016

Beide Versionen sind unterstützt, wenn Sie am Nov 2021 bestimmte Mindestversionen haben.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn ich würde noch neuere Version als Minimum vorgeben

  • 15.0.4753 ist die Mindestversion für "Modern Authentication"
    Alles ältere wird ab Nov 2021 nicht mehr funktionieren, wenn OAUTH verpflichtend wird. Siehe Exchange Online Authentifizierung
  • 15.0.4937 ist die Mindestversion für "Enterprise Add-Ons" mit Exchange Online

Insofern ist 15.0.4970 zu alt. Umgekehrt könnte ich diese Mail aber so interpretieren, dass 15.0.4971 und höher sogar supportet sind, obwohl weiter oben Microsoft das Ende von Office 2013 beschreibt

2019

Noch keine Infos über Minimalversionen.

Icons

Nicht wundert, wenn Word, Excel, PowerPoint und Co mal wieder anders aussehen. Microsoft passt immer mal wieder die Icons an. Nach dem letzten größeren Wechsel in 2013 war es Ende 2018 wieder soweit:

Für Office 2019 habe ich folgende netten Icons gefunden:

Pläne und Umfang

Alle Office 365 Pläne enthalten Wege, um Inhalte zu lesen und zu bearbeiten. Dies bedeutet aber nicht automatisch, dass auch die Desktop-Applikationen enthalten sind, denn mit WordApp und Co stellt Microsoft ziemlich leistungsfähige Wege im Browser bereit. Diese "Online-Version" ist in allen Paketen enthalten. Ich habe im April 2015 folgende Daten gesammelt:

  Home/Personal Business Enterprise
W = Win
M = Mac
Office 365 Home Office 365 Personal Office Online Office 365 Business Essentials Office 365 Business Office 365 Business Premium Office 365
F1
Office 365
E1
Office 365
ProPlus
Office 365
E3/E5

Word (W/M)

5 PC/Mac

1 PC/Mac

Nur Online

Nur Online

5 PC/Mac

5 PC/Mac

Nur Online

Nur Online

5 PC/Mac

5 PC/Mac

Excel (W/M)

5 PC/Mac

1 PC/Mac

Nur Online

Nur Online

5 PC/Mac

5 PC/Mac

Nur Online

Nur Online

5 PC/Mac

5 PC/Mac

PowerPoint PowerPoint (W/M)

5 PC/Mac

1 PC/Mac

Nur Online

Nur Online

5 PC/Mac

5 PC/Mac

Nur Online

Nur Online

Nur Online

5 PC/Mac

5 PC/Mac

Outlook Outlook (W/M)

5 PC/Mac

1 PC/Mac

Nur Online

Nur Online

5 PC/Mac

5 PC/Mac

Nur Online

Nur Online

5 PC/Mac

5 PC/Mac

Publisher Publisher (W)

5 PC/Mac

1 PC/Mac

Nur Online

Nur Online

5 PC/Mac

5 PC/Mac

Nur Online

Nur Online

5 PC/Mac

5 PC/Mac

OneNote (W/M)

5 PC/Mac

1 PC/Mac

Nur Online

Nur Online

5 PC/Mac

5 PC/Mac

Nur Online

Nur Online

Nur Online

5 PC/Mac

5 PC/Mac

Access Access /W)

5 PC/Mac

1 PC/Mac

Nur Online

Nur Online

Nein

Nein

Nur Online

Nein

5 PC/Mac

5 PC/Mac

Online Version
PowerPoint

Tablet/Smartphone

5 Tablet
5 Phone

1 Tablet
1 Phone

Nein

Nein

1 Tablet
1 Phone

1 Tablet
1 Phone

5 Tablet
5 Phone 

5 Tablet
5 Phone 

Lync/Skype

 60Min
Skype

 60Min Skype

Nein

 

 

Basic

 

Nein 

 

OneDrive

1 TB

1 TB

15 GB

1 TB 

1 TB

1 TB

2GB

1 TB

1 TB

1 TB

SharePoint

Nein 

Nein

Nein

 

Nein

 

2GB

 

Nein

 

Exchange Postfach

Nein 

Nein 

Nein 

50 GB 

Nein 

50 GB 

2GB

50 GB

Nein 

50 GB

Zudem gibt es natürlich noch Yammer, Delve, Video etc. Microsoft "verschenkt" Office 365 ProPlus also nicht gerade; die kleinsten Pakete enthalten nur die Online-Version aber in Verbindung mit einem 50 GB Exchange Postfach, bis zu 1TB Speicher im OneDrive und Skype bzw. Skype für Business ist das Angebot schon attraktiv im Vergleich zur "Kaufversion". Allerdings ist es auch nu eine "Miete", d.h. nach Ende des Vertrags schalten auch die installierten Versionen sich zum "Viewer" zurück.

Abgrenzung zu Office 2019

Microsoft möchte nicht wirklich, dass Sie sich Office 2019 im Laden oder per Enterprise Agreement kaufen und bevorzugt ganz klar das Mietmodell mit Office 365. Allerdings gibt es ein paar kleine Einschränkungen von Office 365 ProPlus, die eine klassische Office 2019 Version erforderlich machen.

An der Installation als "Click to Run (C2R) ändert sich nichts. Auch Office 2019 ist einen C2R Installation. MSI-Installationsquellen gibt es nicht mehr.

Ich habe dazu folgende Tabelle als Gegenüberstellung vorbereitet:

Version

Office 2019

Office 365

Lizenzierung

Kauf/EA

Cloud/Pay per User/Month

Lizenz

1x pro Device

Pro User auf bis zu 5 Geräte

LTCS Support

Ja

Nein

Releasezyklen

3 Jahre + SecurityUpdates

Keine Features, eventuell Service Packs

  • Monthly
  • Semi
  • Semi Target

Support Zeitraum

5 Jahre Standard Support

2 Extended Support

6 Monate, d.h. Sie müssen schon recht zeitnah immer aktualisieren

Installation

C2R

C2R

O365 Kompatibilität

Eingeschränkt

100%

Lizenzservice

Bei Installation einmalig Internet oder lokaler KMS-Service.

Office 365 KMS-Service mindestens alle 30 Tage. Internet Zugriff erforderlich

Office 2019 ist also primär für Firmen, deren Clients nicht mit den Office 365 Lizenzservern sprechen dürften, die Windows LTSC betreiben oder die mit der kontinuierlichen Funktionserweiterung ein Problem sehen.

Installation und Updates

Es gibt zwei Optionen, wie das Office 365 ProPlus auf den Desktop des Anwenders kommt:

  • Installation durch den Anwender
    Wenn diese Funktion nicht abgeschaltet ist, kann der Anwender sich am Office 365 Portal anmelden und direkt die Office Installation starten. Durch das "Streaming" wird Office 365 Pro Plus in der Regel in wenigen Minuten "betriebsbereit", der Client lädt aber im Hintergrund noch eine ganze Weile die fehlenden Bestandteile herunter. Dies ist sicher ein gangbarer Weg für Einzelbüros, Heimarbeitsplätze und kleinere Niederlassungen. Per Default steht dieser Weg allen Anwendern offen, die eine Lizenz zugewiesen bekommen haben.
  • Zentrale Verteilung
    Größere Standorte werden aber schon bei der Bandbreite zum Internet es vorziehen, einmal die Installationsquellen herunter zu laden und dann intern bereit zu stellen. So können auch viel Clients zeitnah über das lokale Netzwerk mit der aktuellen Installation bedient werden.

Auch die Aktualisierung erfolgt so, wie die Installation erfolgt ist, d.h. direkte Installationen bekommen auch ihre Updates aus der Cloud und lokale Installationen schauen regelmäßig in der Installationsquelle nach Updates. Hier unterscheidet sich die "Click to Run"-Installation von einer klassischen Installation. Es werden keine Ordner, Dateien und Registrierungsschlüssel auf dem Client angelegt sondern ein kompletter "Container" wird auf dem PC abgelegt, der dann quasi "virtuell" gemounted wird. Sie haben sicher schon gesehen, dass Windows eine ISO-Datei einfach als Laufwerk einbinden kann. Genauso kann durch die Applikationsvirtualisierung (Siehe auch Virtualisierung zu Softgrid, Thinstall, Ceedo) der Container in das Live-System eingebunden werden. Sie "sehen" im Windows Explorer die Verzeichnisse und Dateien und die Schlüssel in der Registrierung. Dies ist aber alles nur dynamisch eingebunden. Es ist sogar denkbar, dass Sie mehrere Versionen und Patchstände nebeneinander vorhalten und je nach Benutzer aktivieren. Eine Installation als auch ein Update ist immer nur ein Tauschen des Containers, wobei hier in der Regel nur Deltas übertragen werden.

Welches Produkt sie haben, können Sie über "Datei -Konto" einfach sehen.

Office 2013 mit MAK Key Office 365 Pro Plus Office Shared Computer

Wenn Sie keine einzelne Icons sehen, dann wurde "Shared Computer Activation" auf dem Computer genutzt.

Microsoft stellt normalerweise an jedem "Patch Tuesday", also der erste Dienstag im Monat, eine neue Version bereit. Sobald die Client diese Version finden, laden Sie diese herunter und wenden diese an.

Wenn Sie eine zentrale Installation als Firma bereitstellen, müssen Sie selbst die Quellen auf diesen Ort herunter landen, damit die Clients diese Updates bekommen.

Office 365 Pro Plus kann also nicht über das normale Windows Update oder WSUS aktualisiert werden !

Lizenzierung

Sie haben anhand der Pakete eiter oben schon gesehen, dass die Anzahl der Installationen pro Benutzer gezählt wird. Technisch ist ein Office 365 ProPlus auch einfach "nur" ein Office, welches beim ersten Start eine Aktivierung anfordert. Damit es ein Office 365 ProPlus wird, meldet sich der Anwender am Office mit seinen Office 365 Anmeldedaten an, worauf dann Office eine Lizenz abfordert und lokal installiert. Dieses Lizenztoken gilt ca. 30 Tage. Office 365 Pro Plus prüft ca. alle 30 Tage, ob die Lizenz noch gültig ist, d.h. der Benutzer in der Cloud immer noch eine Office Lizenz zugewiesen bekommen hat. Der Anwender kann selbst nachsehen, wo Installationen unter seinem Namen aktiv sind:

Über den Weg kann ein Benutzer selbst ein Gerät auch wieder frei geben.

Als Administrator können Sie mittlerweile im Office 365 Admin Center auf den Benutzer gehen und die Liste der Computer einsehen, auf denen der Anwender Office aktiviert hat.

Eine Möglichkeit zum "Report" habe ich weder per PowerShell noch per Graph gefunden. per Fiddler konnte ich aber die WebURL ermitteln aber habe noch kein Skript zum Zugriff geschrieben

Aktivierung

Der Administrator gibt im Office 365 Portal oder per PowerShell dem Benutzer das nicht nur Office 365 herunter zu laden und zu installieren, sondern schaltet damit auch die Aktivierung frei. Die Installation kann natürlich auch von einer lokalen Quelle erfolgen. Auf jeden Fall muss aber der Anwender mit seinen Office 365 Anmeldedaten die Lizenz aktivieren. Diese Aktivierung wird auch alle 30 Tage immer wiederholt. Ohne Aktivierung fällt Office 365 Professional dann in einen "Reduced Mode" zurück bzw. wird nur noch ein Viewer.

Overview of licensing and activation in Office 365 ProPlus
https://docs.microsoft.com/en-us/deployoffice/overview-of-licensing-and-activation-in-office-365-proplus
“make sure your Users can connect to Office Licensing Service via the Internet at least once every 30 days.”
“Because of its online activation features, Office 365 ProPlus won't work on computers that are completely cut off from the Internet.”

Mit Office 365 Professional ist es nicht möglich, dass ein Clientohne Internet-Zzugriff länger als 30 Tage mit der Software arbeitet. Das beddeutet auch, dass ein Anwender, der sich nicht mehr an Office 365 anmelden kann, nach 30 Tagen auch die Lizenz verliert. Das vereinfacht natürlich schon das "Exit"-Management bei ausscheidenden Mitarbeitern. Es gibt keinen KMS-Key oder MAK-Key, mit dem der Anwender auch ein Office auf dem Heim-PC dann weiter nutzen kann.

Allerdings bedeutet das dann natürlich auch, dass der Anwender auf seinem PC zumindest Zugriff auf bestimmte URLs der Office 365 Aktivierung-Server benötigt. Idealerweise konfigurieren Sie ihren Proxy so, dass diese URLs auch ohne Authentifizierung erreichbar sind.

Lizenz-Sonderfall "Shared Computer Activation"

Die Lizenzierung pro Benutzer und pro Gerät wird natürlich dann knifflig, wenn ein Anwender mehr als 5 Geräte nutzt oder mehrere Anwender auf einem Gerät arbeiten:

  • Viele Anwender auf einem Gerät
    Hier braucht jeder Anwender eine Office 365 Lizenz, weil er Office 365 ProPlus unter seinem Konto aktivieren muss. Es reicht nicht, wenn ein anderer Anwender auf dem Gerät schon einmal Office 365 ProPlus installiert und aktiviert hat. In diesem Fall könnte es interessanter sein, Office normal zu lizenzieren, z.B. ein Familien-PC mit mehreren Anwendern.
    Ein Sonderfall sind hier aber "Pool-PCs" oder Terminal Server
  • Ein Anwender auf vielen PCs
    Es gibt durch aus ArbeitsUmgebungen, bei denen Anwender immer wieder einen anderen Arbeitsplatz nutzen, also keinen festen PC nutzen und auch keinen Notebook haben.

In beiden Fällen ist die statische Lizenzierung pro Benutzer natürlich nicht passend. Seit Juli 2014 gibt es eine alternative Lizenzierung, bei der weiterhin Office 365 Pro Plus auf dem Client installiert und durch den Anwender aktiviert wird, aber nicht als permanente Lizenz zählt. Office 365 Pro Plus wird beim Start des Anwender nur quasi temporär aktiviert. Das Lizenztoken ist nur wenige Tage gültig.

Damit eignet sich diese Verfahren definitiv nicht für Notebooks oder andere Geräte, die einige Tage ohne Internet-Zugriff arbeiten müssen. Aber das ist auch nicht die Zielgruppe dieser Lizenzform

Um die Bequemlichkeit sicherzustellen, sollten Sie natürlich hier eine automatische Aktivierung unterstützen. Weiterhin bekommt Microsoft natürlich mit, auf welchen PCs der Anwender Office aktiviert. Es wird also auffallen, wenn auf 100 PCs sich am gleichen Tag der gleiche Anwender anmeldet.

Welche Erkennung im Hintergrund genau passiert, wird von Microsoft aus verständlichen Gründen nicht offen gelegt. Die "Art" der Lizenzierung bestimmen Sie aber schon beim Download der Installationsquelle und der darauffolgenden Installation auf dem PC. für die automatische Aktivierung ist eine Einstellung in den Gruppenrichtlinien ratsam.

Ich habe dies bislang nur auf Windows genutzt. Ich kann leider noch nichts dazu sagen, ob dies auch für Office/Mac zutrifft.

Your questions answered. Shared computer activation in Office 365 ProPlus
https://channel9.msdn.com/Shows/Mechanics/Your-questions-answered-Shared-computer-activation-in-Office-365-ProPlus

Deployment Options

Klassischerweise bekommen Office 365 Pro Plus Anwender jeden Monat eine neue Version, die nicht nur Sicherheitsupdates und Patches sondern manchmal auch neue Funktionen enthält. Microsoft ändert hier also sein Modell gegenüber früheren Versionen, bei denen immer mal wieder "Office Updates" über Windows Update verteilt wurden. Viele Anwender haben aber dabei übersehen, dass es auch schon für Office 2013 und 2010 quasi "monatliche Updates" gegeben hat, die aber nicht über Windows Updates gekommen sind. Erst wenn ein "Sicherheitsupdates" auch die andren Updates mitgebracht haben, hatten Sie so eine aktuellere Version.

Mit Office 365 ist die nun anders. Hier gibt es monatliche Updates aber auch verschiedene "Branches". Office 365 kennt zwei "Stufen" des Deployment und Sie können über diese Einstellung steuern, welche Versionen der Client erhalten soll.

So können einige ausgewählte Piloten immer die monatlich aktuelle Version erhalten, während andere Gruppen etwas konservativer aktualisiert werden. Wenn Sie die Updates dann nicht mehr direkt aus dem "Internet" beziehen, sondern über einen lokalen Verteilpunkt, dann können Sie natürlich die Updates noch weiter verzögern, wenn Sie dies wirklich wollen.

Erstveröffentlichung

Es gibt nicht nur eine Office 265 Pro Plus-Version. Microsoft pflegt verschiedene "Ringe" und stellt interessierten Anwendern neue Funktionen schon früher bereit. Über das Organisationsprofil können sie diese Veröffentlichungseinstellungen beeinflussen:

Normalweise bekommen alle Benutzer immer die "Standard Version". Sie können aber für alle oder auch nur ausgewählte Personen entsprechende Updates früher bereitstellen.

Ich habe mir sagen lassen, dass in einigen Tenant Office 365 Pro Plus sich nicht aktivieren lässt. Das soll speziell in der De-Cloud ein Thema sein. Es kann wohl gelöst werden, wenn hier die Option einmal umgestellt und wieder zurückgestellt wird.

Channel Auswahl

Ein Administrator kann auf dem Tenant einstellen, welche Version die Anwender per Default erhalten. In der Regel werden Sie nicht immer die "neueste Version" bekommen sondern den halbjährlichen (Semi Annual) nutzen, was unter den Kontoeinstellungen auch angezeigt wird. Hier am Beispiel von Outlook.

Wenn Sie lokale Administrator sind, können Sie die Vorgabe des Administrators im Tenant auch überschreiben. Folgendes Skript hilft dabei:

setlocal
reg query HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Office\ClickToRun\Configuration\ /v CDNBaseUrl
if %errorlevel%==0 (goto SwitchChannel) else (goto End)
:SwitchChannel
reg add HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Office\ClickToRun\Configuration /v CDNBaseUrl /t REG_SZ /d "http://officecdn.microsoft.com/pr/492350f6-3a01-4f97-b9c0-c7c6ddf67d60" /f
reg delete HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Office\ClickToRun\Configuration /v UpdateUrl /f
reg delete HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Office\ClickToRun\Configuration /v UpdateToVersion /f
reg delete HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Office\ClickToRun\Updates /v UpdateToVersion /f
reg delete HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Office\16.0\Common\OfficeUpdate\ /f
"%CommonProgramFiles%\microsoft shared\ClickToRun\OfficeC2RClient.exe" /update User
:End
Endlocal

Das Update startet danach alleine. Die Wahl des Modes müssen Sie aber immer noch trennen. Microsoft bietet ihnen dazu drei Optionen an, die sie je Anwender bzw. Client umsetzen können.


Quelle: Overview of update channels for Office 365 ProPlus
https://docs.microsoft.com/en-us/DeployOffice/overview-of-update-channels-for-office-365-proplus

  • Monthly
    Eigentlich die Version für die Personen, die jeden Monat neben den Sicherheitsupdates auch neue Funktionen bekommen wollen. Sie sollten vielleicht schon ein paar interessierten Personen damit bestücken, damit diese sehr früh eine Rückmeldung an das Change Management geben können.
  • Semi Annual (Targeted)
    Dieser Kanal bringt alle sechs Monate ein größeres Funktionsupdate. Natürlich gibt es auch hier alle Monat ein Security Rollup.
  • Semi Annual
    Das ist dann die Version für die Masse und entspricht quasi dem "Semi Annual (Targeted)" mit 3 Monaten Verzögerung bei Funktionsupdates aber natürlich den aktuellen Sicherheitsupdates.

Parallel gibt es bei einigen Applikationen noch die Möglichkeit einen "Preview" einzuschalten. Hier am Beispiel von Outlook:

So können Anwender auch selbst entscheiden, ob sie schon mal spicken wollen.

Rollback

Im Mai 2018 ist mir das passiert, was man sich niemals wünscht. Beim Start von PowerPoint bricht das Programm sofort an und bietet nur ein "Neustarten" oder "Debuggen" an. Beides hilft mir nicht weiter. Ich war nicht sicher, ob da nun eine Konfigurationsänderung etwas verursacht hat, ein Update von Office Click2Run einfach nicht mit meiner Hardware kompatibel war oder ein Windows Update zugeschlagen hat. Der Fehler im Eventlog war aber eindeutig:

Protokollname: Application
Quelle:        Application Error
Datum:         13.05.2018 22:51:05
Ereignis-ID:   1000
Aufgabenkategorie:(100)
Ebene:         Fehler
Schlüsselwörter:Klassisch
Benutzer:      Nicht zutreffend
Beschreibung:
Name der fehlerhaften Anwendung: ONENOTE.EXE, Version: 16.0.9330.2014, Zeitstempel: 0x5ae8ec51
Name des fehlerhaften Moduls: mso20win32client.dll, Version: 0.0.0.0, Zeitstempel: 0x5ae80a25
Ausnahmecode: 0x01483052
Fehleroffset: 0x0016a704
ID des fehlerhaften Prozesses: 0x19e4
Startzeit der fehlerhaften Anwendung: 0x01d3eafc1bb97549
Pfad der fehlerhaften Anwendung: C:\Program Files (x86)\Microsoft Office\root\Office16\ONENOTE.EXE
Pfad des fehlerhaften Moduls: C:\Program Files (x86)\Common Files\Microsoft Shared\Office16\mso20win32client.dll
Berichtskennung: 56cb4ee4-4298-4877-ba09-c0b45162fd63
Vollständiger Name des fehlerhaften Pakets:
Anwendungs-ID, die relativ zum fehlerhaften Paket ist:

ich habe dazu einen damals zwei Tage alten Artikel gefunden

Geholfen hat die Änderungen aber nichts. Aber das einfachste ist hier ein Rollback des Updates. Das sollte bei Click to Run ja einfach sein.

REM Dieses Befehle bitte als Admin-CMD starten

REM Wechsel ins passende C2R Verzeichnis
cd "C:\Program Files\Common Files\microsoft shared\ClickToRun"

REM Deaktivieren der automatischen C2R Updates
officec2rclient.exe /ChangeSetting UpdateEnabled=false 16

REM Installation der Zielumgebun
officec2rclient.exe /update User updatetoversion=16.0.9226.2114
rem officec2rclient.exe /update User updatetoversion=16.0.9226.2126

REM ggfls. wieder Updates einschalten
officec2rclient.exe /ChangeSetting UpdateEnabled=true

Welche Version wann rausgekommen ist veröffentlicht Microsoft auf folgender Seite.

Nach dem ich PowerPoint also eine Version zurück gesetzt habe, konnte ich das Programm wieder starten. Natürlich habe ich gleich wieder als Gegencheck ein Update durchgeführt. PowerPoint lief auch in der aktuellen Version. Vermutlich hätte auch eine "Reparaturinstallation" geholfen.

Das nächste mal werde ich das zuerst versuchen.

Achtung Gruppenrichtlinien!

Microsoft hat mit Office 2013 eine kleine aber wesentliche Funktionsveränderung von der Lizenz abhängig gemacht. Nicht jede Office Version wertet gesetzte Gruppenrichtlinien aus.

Ich bin sehr unglücklich über diese unterschiedliche Behandlung, vor allem weil er kaum kommuniziert wird und eine Firma in einer trügerischen Sicherheit wähnt.

Edition Lizenz Gruppenrichtlinien

Office Home & Student

Retail perpetual

Nein

Office Home & Business

Retail perpetual

Nein

Office Professional

Retail perpetual

Nein

Office Standard

Volume License

Ja

Office Professional Plus

Volume License

Ja

Office 365 Home oder Personal

Subscription

Nein

Office 365 Business Standard / Premium

Subscription

Nein

Office 365 Business Essentials

Subscription

Keine Desktopsoftware

Office 365 ProPlus

Subscription

Ja

Office 365 E3,E5,A3,A5,G3,G5

Subscription

Ja

Office 365 E1,F1,F3,A1,G1

Subscription

Keine Desktopsoftware

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