Neues Postfach wird angelegt

Wenn Sie einen Benutzer per Skript anlegen, dann durchläuft er folgende Schritte am Beispiel des Import der folgenden LDF-Datei.

dn: CN=fcarius,CN=Users,DC=msxfaq,DC=local
changetype: add
objectClass: user
objectCategory: CN=Person,CN=Schema,CN=Configuration,DC=msxfaq,DC=local
name: fcarius
sAMAccountName: fcarius
sn: Carius
givenName: Frank
displayName: Frank Carius
distinguishedName: CN=fcarius,CN=Users,DC=msxfaq,DC=local
mailNickname:fcarius
homeMDB: CN=Postfachspeicher (SRV01),CN=Erste Speichergruppe,CN=InformationStore,CN=SRV01,CN=Servers,CN=Erste administrative Gruppe,CN=Administrative Groups,CN=Msxfaq,CN=Microsoft Exchange,CN=Services,CN=Configuration,DC=msxfaq,DC=local

Diese Datei kann einfach mit "LDIFDE –i –f fcarius.ldf" importiert werden. Alternativ können Sie auch mit Skripten einen Benutzer anlegen. Siehe auch Exchange Skripte:Benutzer anlegen.

Das Postfach wurde angefordert

Nach dem Import ist der Benutzer erst „halb“ angelegt. Dies ist daran zu erkennen, dass der Benutzer noch keine Mailadressen oder Postfachspeicher hat und deaktiviert ist.

Diese Information muss eventuell erst auf den Domain Controller repliziert werden, welcher vom RUS genutzt wird.

Der RUS stempelt das AD-Objekt

Nach einigen Minuten hat der Empfängeraktualisierungsdienst (RUS) das Objekt gefunden und mit den Mailadressen und anderen Einträgen (z.B.: "showInAddressBook") versehen.

Erst dann ist der Benutzer auch „Exchange aktiviert". Aber auch dies muss erneut über das Active Directory repliziert werden. Zudem ist in den Postfachberechtigungen noch nicht alles korrekt.

Die Postfachrechte

Noch hat nur der Benutzer SELF die Postfachrechte, und auch das nur, wenn Sie das Postfach mit der MMC oder einen geeigneten Skript angelegt haben. Beim Import mit LDIFDE ist das Feld sogar leer.

Aber ab jetzt ist der Benutzer im Adressbuch sichtbar und kann adressiert und die Mailbox erreicht werden. Erst wenn an dieses Konto erstmalig eine Mail gesendet wird oder der Benutzer sich anmeldet, dann taucht das Konto auch in den Eigenschaften des Postfachspeichers auf. Erst dann werden auch die Postfachberechtigungen entsprechend gesetzt.

Auch diese Information muss natürlich wieder im Active Directory repliziert werden. Damit ist der Prozess aber abgeschlossen.

Das Postfach ist da

Der Store legt die Struktur in der Datenbank an und ermittelt die Rechte für die Mailbox. Der Store schreibt diese Informationen in die Datenbank und in das Active Directory. Abhängig von der Sprache des Clients werden die Basisordner (Inbox, Send Items, Outbox, Deleted Items) angelegt.

Die Ordner wie Kontakte, Aufgaben, Kalender etc. sind übrigens eine Aufgabe von Outlook. für den Exchange Server sind diese auch nur normale Ordner. Der Client wie Outlook aber auch Outlook Webzugriff oder OWA bieten ersten den Mehrwert.

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