Exchange SE Licensing

Mimt dem Wechsel von Exchange 2019 auf "Subscription Edition" ändert sich die Lizenz und wie so oft gibt es immer wieder Fragen, was das nun bedeutet und wie genau Microsoft die Lizenz prüft. Dazu gibt es folgende Aussagen von Scott Schnoll. Ich gehe davon aus, dass es auch noch einen Blog-Artikel geben könnte aber hier schon eine Zusammenfassung:

  • Exchange wird wie bisher mit Server lizenziert
    Sie müssen für jeden Exchange Server eine Server-Lizenz besitzen. Sie können dazu eine Standard oder Enterprise-Lizenz kaufen (Funktionsunterschiede wie Anzahl der Datenbanken beachten) oder ohne Postfächer die Lizenz als Hybrid-Server mit Exchange Online erhalten.
  • Exchange CALs
    Für jeden Anwender/Client, der die Exchange Dienste nutzt, ist eine "Client Access License (CAL)" erforderlich. Die CALs können Sie ebenfalls kaufen aber ab Exchange SE zwingend mit Software Assurance. Die CAL ist aber auch z.B. in Microsoft 356 E3/E5 und einigen anderen Microsoft 365 Lizenzen schon enthalten.
  • Exchange SEs braucht kein Internet für die Lizenz
    d.h. sie können einen Exchange SE Server in ihrem internen LAN ohne eigenen Zugriff per HTTP o.ä. auf das Internet einrichten. Diese Aussage gilt schon immer für Exchange Server
    Für die Funktion müssen sie natürlich schon den Austausch von Mails per SMTP und den Zugriff der Clients über HTTPS/POP/IMAP erlauben. Aber Exchange selbst muss nicht ins Internet. Er kann dann allerdings auch keine Free/Busy-Zeiten mit anderen Firmen oder ihrem Exchange Online Tenant nutzen oder Updates über EEMS - Exchange Emergency Mitigation Service ohne Hilfe etc. bekommen.
  • Exchange macht keine Online Aktivierung oder Verifizierung
    Der Server überprüft die von ihnen eingegebene Lizenznummer um die Version (Standard/Enterprise/Hybrid) zu ermitteln und damit den Funktionsumfang zu steuern.
  • Keine Lizenz ist eine 180 Tage Trial
    Wie bisher können Sie einfach Exchange SE installieren und ohne Lizenz ist es eine 180 Tage Testversion. Die Tage werden herunter gezählt. Wie bisher stoppt Exchange nicht am Ende des Testzeitraums. Nur weil die Exchange Software keine strenge Prüfung macht, sollten Sie wissen, dass Sie damit die Lizenzbedingungen verletzen.
  • Subscription statt Einmalkauf
    Das "Subscription Model" ist für SharePoint Server SE, Project Server SE, Exchange Server SE, und Skype for Business Server SE eigentlich unverändert mit der Ausnahme, dass Sie die Server nicht mehr als "Einmalkauf" beziehen können, sondern immer als Subscription.

Mit dem Wechselzwang auf eine "Subscription" gibt es nun zwei Optionen, wie Sie einen OnPremises Exchange Server SE korrekt lizenzieren:

  • Lizenzen + Software Assurance (L&SA)
    Sie kaufen wie bisher den Server und die CALs und zusätzlich "Software Assurance". Damit können Sie Exchange 2019 immer in der neuesten Version einsetzen und auch später mit aktiver SA auf Exchange Server SE wechseln.
  • Lizenzierung über Microsoft 365
    Sie kaufen die Lizenzen als Teil eines Microsoft 365 Abonnements. So enthält die Microsoft 365 E3/E5-Lizenz auch die "User Subscription License (USL)"

Die bisherige Lizenzierung mit einmaligem Kauf der Exchange Lizenzen wird mit Erscheinen der "SE-Version" nicht mehr möglich sein.

Spätestens im Okt 2025 wird dann der Exchange 2019 geplant enden und sie bekommen keine Updates mehr für Exchange 2019. Ein Wechsel nach Exchange SE ist quasi Pflicht oder eine Migration zu Exchange Online oder ein komplett anderes Produkt. Ob sie weiter eine Software einsetzen, die vom Hersteller nicht mehr aktiv aktualisiert wird, ist nicht empfehlenswert

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