Grundkenntnisse

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Gefahrenzone - Risiken im Internet für Kinder und Jugendliche
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Computer gehören heute in fast jeder Familie zur Standardausstattung und der Zugang zum Internet ist Jugendlichen und Kindern problemlos möglich. Smartphones und Tablets, hier das iPhone und iPad als Wegbereiter, erlauben eine mobile Nutzung und zwingen nicht mehr zur Arbeit am "Schreibtisch". Dennoch sind viele Anwender eigentlich nur Konsumenten, d.h. lesen, hören, sehen passiv entsprechend aufbereitete Informationen. Wenn z.B. YouTube und andere Portale pro Sekunde neue Inhalte über 40 Stunden erhalten, dann lassen schon die Abrufzahlen darauf hinweisen, dass viel viel mehr Personen diese Informationen dann auch anschauen, d.h. konsumieren.

Kinder und Internet

Wer Kindern einen Zugang am Computer oder Tablet gewährt, sollte dies je nach Alter überwachen, begleiten und ggfls. durch Produkte weiter unterstützen. Speziell Kinder <12 Jahre sollten vor unpassenden Inhalten aktiv geschützt werden. Es gibt natürlich auch dafür immer wieder "Programme", die Hilfe versprechen.

Ich bin aber skeptisch, da diese Programme nie gut genug sein können und Kinder sehr schnell sich absprechen, wie Sie solche Maßnahmen umgehen. Auf dem Smartphone, Tablet oder den kostenfreien Access-Points im Eiskaffee, Hotel, Bahn und Bus gibt es noch weniger Filter. Mein Vorschlag ist es die Nutzung am PC zeitlich zu beschränken und sich möglichst "dazu" zu setzen. Es sind Kinder und als Eltern sollte man die Zeit auch haben.
Der erste Schritt ist, dass das Kind keinen "eigenen PC" im Kinderzimmer hat sondern z.B. ein PC im Wohnzimmer oder Laptop in der Küche genutzt wird. Das Kind soll ja keine Stunden daran "arbeiten".

Das finde ich persönlich natürlich schade, weil ich selbst noch die Anfangszeit der PCs als Jugendlicher miterlebt und ein Stück weit mit gestaltet habe und ich den Eindruck habe, dass viele junge Schüler vielleicht übersehen, dass man mit dem Computer auch kreativ etwas schaffen kann. Ich erwarte sicher nicht, dass jemand heute noch einen Computer selbst zusammen baut oder sogar noch den Schaltplan eines Apple ][ verstehen kann, der damals am Ende des Handbuchs abgedruckt war. Aber es gibt so viele Dinge im Umfeld des Computers, die neugierig machen und sicher über das hinaus gehen, was im Informatik/Computer-Unterricht vermittelt wird.

Der Weg vom Konsumenten zum "produktiven" bzw. kreativen Computeranwender ist jedoch nicht geradlinig, d.h. es gibt nicht den idealen Weg. Die IT-Welt von heute ist sehr diversifiziert und selbst ich, der damals mal einen "Dipl. Ing (BA) Technische Informatik" abgeschlossen hat, kann heute nicht mehr die Bandbreite der Arbeitsfelder überblicken. Ich kann aber sagen, dass meine Ausbildung, die damals mit der Nixdorf Computer AG sehr gut war, letztlich doch eher Grundlagen für ein eigenständiges Arbeiten gelegt hat aber dass ich ohne Eigeninitiative und persönliches Interesse nicht dort wäre, wo ich heute glaube zu sein.

Daher fordere ich alle Schüler auf, heute zu überlegen, ob sie noch weiter "nur Konsument" sein wollen, oder die nächste Stufe der Computernutzung erklimmen wollen.

Look up - Ein Aufruf die Augen vom Computer zu nehmen
http://youtu.be/Z7dLu6fk9QY

Und das ist gar nicht mal so schwer, denn um ein Problem zu lösen, muss man nicht erst ein Studium abgeschlossen haben. Um es mit einem Beispiel zu sagen: um die Sommerreifen am Familienauto auf Winterreifen zu wechseln, muss man noch keinen Führerschein haben. Allerdinge sollte man eine kurze Einweisung, wie man das Fahrzeug hochbockt und gegen wegrollen sichert, erhalten und am Ende jemand die Arbeit auch kontrollieren.

Natürlich ist eine gewisse "Grundbildung" hilfreich und wer neugierig ist, wird auch wissen wollen, wie ein Computer funktioniert, welche Komponenten darin enthalten sind und vielleicht auch wie man den Computer repariert. Ich kann das noch aber mal ehrlich: Ganz früher war das "Anlassen" eines Fahrzeugs auch eine Wissenschaft für sich. (Wer mal einen Holder E8 mit Zweitakt-Diesel und Glühzünder per Kurbel angeworfen hat, wird mir zustimmen). Heute ist für das Starten eines Autos kein technisches Verständnis mehr erforderlich. Es wird immer noch die Spezialisten für Computer geben, wie es auch KFZ-Meister gibt, aber für den überwiegenden Teil der Anwender werden andere Dinge mit dem Computer machen. Aber Sie sollten Sich "vorbereiten". Wer weiß, welchen Berufsweg sie später einmal einschlagen. Aber wenn es die IT werden soll, dann ist ein früher Kontakt hilfreich. Und wenn es nicht die IT wird, dann helfen diese Anfänge beim späteren Verständnis oder  bekräftigen Sie in ihrer Entscheidung, dass dies nicht ihr Berufsziel wird.

Tippen !!

Auch wenn Spracherkennung, Gesten (z.B. Wii und Kincet) und Berührung (Touch) neue Möglichkeiten einer Interaktion mit dem Computer eröffnen, wird die klassische Tastatur unterstützt von der Maus sicher noch einige Zeit die primäre Eingabemethode für Computer bleiben. Dies betrifft nicht nur das klassische "Programmieren", sondern die ebenfalls erforderliche "Dokumentation". Und wer schnell und flüssig schreiben kann, hat es später einfacher.

Lernt richtig mit 10 Fingern zu schreiben !

Auch das ist gar nicht mal so schwer. Es gibt passende Programme, die sogar kostenfrei und werbefrei sind (z.B. http://www.tipp10.com). Je jünger man ist, desto einfacher fällt es euch und ihr gewöhnt euch gar nicht erst einen "falschen" Schreibstiel an. Auch hier kann man übrigens "Punkte" sammeln und einen Wettbewerb eröffnen. Ihr müsste ja nicht gleich zu einer "Schreibmaschinenmeisterschaft" gehen.

Während ihr dann nach und nach erste Erfolge im 10-Finger-Schreiben erarbeitet, könnt ihr euch schon mal Gedanken machen, was euch denn beim umgang mit dem Computer gefallen könnte. Ich habe hier ein paar Beispiele aufgeführt, die nur exemplarisch zeigen sollen, dass es für jede Altersgruppe kostenfreie EinstiegsMöglichkeiten gibt. Hier mal ein paar Links für den Anfang.

Naturwissenschaft

Natürlich sind die Kinder immer früher "am Gerät", sei es Anfangs das Smartphone oder Tablet der Eltern zum Spielen oder zur Eingabe ihrer Leseerfolge (z.B. Antolin https://www.antolin.de/) oder die verschiedenen Lilifee-Spiele o.ä. Aber es geht auch ohne Computer, um das Interesse an Naturwissenschaften zu wecken. Sie müssen nur mal etwas in der Umgebung nach den richtigen Suchbegriffen schauen, z.B.

Was zum Schmökern oder schon älter ?

Wer auch abseits der Tastatur einfach erst mehr über Computer und Netzwerke erfahren will, kann dies natürlich auch über das klassische Medium "Buch" tun. Natürlich auch "online" per eBook, PDF-Datei oder doch wieder am PC als HTML-Seite.

Und weil das Taschengeld vielleicht nicht für die "großen Bücher" ausreicht, könnt ihr natürlich in jeder Bibliothek entsprechende Exemplare finden. Oder ihr sucht euch eine der Schriften im Internet, die es manchmal auch kostenfrei gibt, z.B.:

Wettbewerbe

Es gibt sehr viele Seiten, die sich mit Mathematik, Physik und natürlich Informatik beschäftigen, z.B.:

Mathematik in der Schule

Es muss nicht Excel sein, um die Funktionen und Formeln, die in der Schule allgegenwärtig sind, in einer Tabellenkalkulation umzusetzen. Aber warum lange überlegen, wie Formen aussehen, wenn der PC am Tisch das Ergebnis schnell mal errechnen kann. Ich kann mich noch gut an meinen Physiklehrer erinnern, der uns "Computerfreaks", als die wir damals verschrien waren, als Aufgabe die Darstellung der verschiedenen Wellen aufgetragen hat. Im Physikunterricht hatten wir zwar die Formeln, um die Position eines Punktes zu einer bestimmten Zeit zu ermitteln, aber erst mit dem Apple ][ mit "Klötzchengrafik und 1 MHz Taktrate konnte man das auch "sehen". Schon klar, dass man die Werte vorher alle berechnen musste, denn in "Echtzeit" konnte das der 6502-Chip damals noch nicht. Aber auch hier gibt es passende "Programme"

Fraktale und Mandelbrot

Mathematik alleine kann auch sehr inspirierend sein. Zu Zeiten meiner Diplomarbeit 1991 war Rechenleistung noch kostbar und ich habe in einem Novell Netzwerk die ganzen PCs der Mitarbeiter in der Nacht über das LAN für mich arbeiten lassen., um etwas schneller die entsprechenden Bilder zu erhalten. Mittlerweise sind selbst Tablets schneller, dass die Bilder in Sekunden entstehen und nicht mehr in Minuten oder Stunden.

HTML, CSS, Blog und mehr

Wer nicht gleich programmieren will, kann sich aber an HTML und CSS versuchen. Die Kenntnisse dieser Techniken dürften jedem in der Zukunft weiter helfen. Auch wenn man kein Buchautor, Handbuchschreiber oder Webseitenautor oder Redakteur werden will, so ist HTML und CSS das Format, was die Interaktion von Programmen mit Maschinen ermöglicht. Sicher gibt es auch noch andere Techniken wie Windows GDI, WindowsForms, Silverlight, Flash, X11 etc., aber oft gibt es hierfür nette Editoren.

Ob sie nun ein Blog, ein Wiki oder ein Content Management System (CMS) nutzen, ob sie dieses selbst betreiben oder bei einem Hoster einfach mieten ist nicht weiter wichtig. Es gibt eine Unmenge an Quellen zu dem Thema.

Spielen mit Texten und Formaten

Auch zum Schreiben gibt es viele Dinge, die später weiter helfen. Neben dem "Tippen" als solches gibt es auch mit der Textverarbeitung deiner Wahl viel zu entdecken. Stellt euch mal vor, ihr müsstest eine Facharbeit, Praktikumsarbeit und später ein Buch oder eine Diplom- bzw. Doktorarbeit schreiben. Niemand wird dann auf die Idee kommen, jeden Abschnitt manuell zu formatieren. Formatvorlagen und Vorlagen sind hier die Schlüssel. Das gleiche gilt für Webseiten. Eine Überschrift formatiert man hier schon lange nicht mehr mit einer Abänderung der Schriftgröße und Art, sondern sagt dem System, dass es eine "Überschrift" ist (Stichwort <h1>Überschrift </h1>") und überlässt einem Stylesheet die Formatierung. So kann der gleiche Texts immer wieder komplett anders aussehen. Schon mal versucht, deine Webseite in ein Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter-Outfit zu packen ? Oder die Ansicht auf verschiedene Endgeräte (Computermonitor, Drucker, Smartphone) zu optimieren. Auch das "Layout" einer Präsentation (Powerpoint o.ä.) oder der Schülerzeitung kann flexibel gestaltet werden. Und es werden sich viele neue Freunde finden, die schon immer wissen wollten, wie das geht.

Alles nichts für euch ?

Tja, dann schau euch mal um, was euch denn sonst noch Spaß machen könnte. Auch diverse Museen sind keineswegs "trocken". In meiner Umgebung ist z.B. das Heinz Nixdorf Museum (www.hnf.de) mit dem angeschlossenen Schülerlabor (http://www.coolmint-paderborn.de/) oder das MINT in Verl (http://www.mint-technikum.de/). Schau mal bei euch in der Umgebung. Sucht einfach nach MINT, der Abkürzung für "Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik( Es gibt auch außerhalb der Schule Personen und Firmen die "begeistern". Aber wartet nicht darauf, dass euch jemand etwas bei bringt, sondern werdet selbst aktiv. Und wer schon in der Ausbildung ist und noch Ideen für Anwendungen im Bereich Netzwerk, Exchange, Lync etc. sucht, kann gerne mal meinen Bereich Ideen durchstöbern.

Es gibt aber natürlich noch ganz viel abseits der Tastatur zu entdecken, d.h. nicht jeder muss sich zum Computerfachmann oder Programmierer entwickeln. Oft reicht es, jemand zu können der weiß wie es geht und ihr macht das, was euch mehr Spaß macht, z.B. Musik, Sport, Handwerklich arbeiten, Mofa und Motorrad reparieren, in der Feuerwehr und DRK helfen, Modellautos bauen usw. Vielleicht kommt ihr einfach ein ein paar Monaten wieder zurück.