Statuslicht / Status-Ampel

Hinweis:
Mittlerweile gibt es ein erstes kommerzielles Produkt: Siehe Lync Busylight.
Auf Basis des Lync I-Buddy gibt es auch nutzbare Lösungen. Und drahtlose mit 220V habe ich eine Lösung auf IWY-Light beschrieben.

Wer über den PC mit OCS (oder anderen Programmen) telefoniert ,der macht es seinen Kollegen nicht immer einfach dies auf den ersten Blick zu erkennen. Ich telefonieren schon länger mit dem Office Communicator und natürlich kann jeder "sehen", dass ich am Telefon bin. Das gilt aber nur solange man eben auch am PC ist und wie oft läuft jemand im Büro vorbei und bemerkt gar nicht, dass ich per Headset telefoniere. So passiert es immer wieder, dass Kollegen einfach durch die fast immer offenen Tür eintreten und sofort mit einer Frage lospreschen. Schade, wenn die Tür links und mein Headset rechts ist und man aufgrund eines guten Headsets nicht "schreien" muss. Da regt sich natürlich der Wunsch zu einer Art "Ampel", die man z.B. am Notebook, auf dem Monitor oder an der Tür anbringen kann und wie eine Ampel den aktuellen Status in OCS anzeigt. Fürs erste würde ja ein rotes Licht reichen, wenn ich besetzt bin. Mit drei Ampelfarben wäre auch mehr möglich z.B.:

  • Grün = Ansprechbar
  • Gelb = Abwesend
  • Gelb/Blinken = eingehende Meldung
  • Rot oder Blau  = Belegt/Busy
  • Rot oder blau/Blinken = Eingehender Ruf
  • Aus = Keine Verbindung

Denkbar sind natürlich noch weitere Statusmeldungen. Jede Fernsehkamera hat eine rote "Aufnahme"-Leuchte. Wo ist mein "sichtbarer Status ?.

Interessant wäre natürlich auch ein Rückkanal über ein oder zwei Tasten, z.B. Um Rufe anzunehmen (wenn man kein Lync kompatibles Headset hat) und auch die Stummschaltung wäre wünschenswert. Auch der wechsel des eigenen Status von Frei auf Besetzt oder DND per Taste könnte das ein oder andere Mausklicken ersparen. Vor allem wenn der Status auch für einen selbst "sichtbar" ist.

Ich habe da erst einmal zwei Denkansätze, die umgesetzt werden könnten:

USB-Gerät am PC

Es gibt mittlerweile für wenige Geld komplette USB-Chips, die entsprechende Ausgänge zum Schalten kleiner Lasten (z.B. LEDs) haben. Es könnte also ein Weg sein, so einen USB-Chip dafür zu nutzen, eine helle rote LED anzusteuern, die man z.B. auf dem Monitor montiert (Es muss ja keine "Lava"-Lampe mit Farbwechsler sein). Eine Softwarekomponente auf dem PC könnte über die OCS COMAPI einfach den aktuellen Status auslesen und entsprechend die Lampe per USB ansteuern.

Als Zusatznutzen könnte die Software auch einen eingehenden Anruf oder eine Message z.B. durch Blinken oder ein Tonsignal "signalisieren". Viele PCs haben nur eine Audiokarte (z.B. mit 3,5" Klinkenstecker) an der auch der Kopfhörer/Mikrofon angeschlossen ist. Wenn dann ein Telefonanruf ankommt., kann dies ebenfalls optisch oder sogar per "Klingeln" angezeigt werden. Denkbar wäre auch eine Info über neue Meldungen, wenn z.B. der Bildschirmschoner aktiv ist. Wenn ich mir anschaue, wie viel "Spielkram" mit USB-Anschluss (Raketenwerfer etc.) verkaufen werden, dann kann es eigentlich nicht schwer sein, ein solches Gerät samt Treiber zu entwickeln.

einem Hörer an der primären einzigen Soundkarte kann OCS ein Klingeln auch nur dort wiedergeben. Übrigens ein wesentlicher Grund für ein USB-Headset: Der primäre Audioausgang bleibt frei für Mediaplayer und "klingeln".

Und natürlich gibt es schon fertige Produkte, für all die, die sich nicht selbst an den Lötkolben trauen. Hier ein paar Beispiele:

Allerdings müssen Sie bei verschiedenen anderen USB-Gadgets "aufpassen", denn einige sind wirklich nur Leuchten, die vom USB-Port den Strom beziehen aber nicht gesteuert werden können wie z.B. USB Mood Ball (http://www.techgalerie.de/3086/USB_mood_ball.html), die Lichtwolke Nr 9 (http://www.techgalerie.de/3068/lichtwolke_nr__9.html) oder der USB-Lampe "Mushroom" (http://www.techgalerie.de/3080/USB-lampe_mushroom.html). Eigentlich kaum verständlich, dass bei dem Preis nicht noch die USB-Steuerung enthalten ist. Da die "Farbwechsel-LEDs" so günstig geworden sind, muss man schon genau hinschauen.

Lync Buddy und ähnliche

Mittlerweile gibt es eine ganze Menge von beleuchteten Männchen, die per USB angeschlossen und über eine lokale Software gesteuert werden. Die Preise variieren von 8-25€ zzgl. Versand bei verschiedenen Händlern.

Achten Sie darauf, dass Sie nicht ein Gerät erwischen, was per USB nur den Strom bezieht.

Angefangen hat das mit dem MSN-Buddy der Firma union Creations , der den Status des MSN müssenger Clients visualisiert hat. Mit der passenden Software lassen sich solche Geräte auch für Lync verwenden.

Lync Buddy
http://www.youtube.com/watch?v=Q8WHl5OnI7k

Interessant ist, dass auf der Webseite i-.buddy.com selbst ein Testprogramm samt C#-Source bereit gestellt ist.

Legacy Ports (Seriell/Parallel/Game)

Kaum ein moderner PC hat heute noch einen COM-Port oder Parallelport. Auch wenn dies gerate in der Anfangszeit beliebte Schnittstellen waren, die für eigene Basteleien benutzt werden konnten. Waren Sie doch in gewissen Grenzen sehr robust und als Steckkarte auch schnell wechselbar. Zudem waren die Ports mit ganz wenig Protokolloverhead versehen und konnten mit gängigen Sprachen direkt angesteuert werden, zumindest solange nicht ein Windows 32bit und Protected Mode den direkten Zugriff auf die Ports verhindert hat oder EPP und ECP bei parallelen Ports die Zugriffe erschwert hat.

Der parallele Port

Trotzdem konnte ein Parallelport mit seinen 8 BIT parallel wunderbar Systeme steuern. Er hat ausgehend nicht nur die 8 Datenleitungen, sondern einige einfache Rückmeldungen (z.B. Papier leer, Drucker Offline) hat. Mit ECP/EPP können sogar die Datenleitungen als Eingang fungieren.

In der modernen Welt kann man immer noch per USB2LPT-Adapter einen Parallelport nachrüsten.

Der serielle Port

Wer sich etwas mit seriellen Ports noch auskennt (Modems hatten sowas vor der DSL/ISDN-Zeit, der weiß, dass es aus Ausgänge (DTR, RTS) gibt, die etwas zwischen -12 oder +12 Volt bereit stellen (meist) und per CTS/DSR auch wieder Eingaben erhalten haben. Diese Steuerung für das Modem kann man durchaus für einfache Signalaufgaben missbrauchen. COM-Ports können sehr einfach auch per Hochsprache angesprochen werden und solche Adapter sind schon unter 20€ zu bekommen. Zudem ist der V.24-Anschluss sehr robust:

RS-232 drivers and receivers must be able to withstand indefinite short circuit to ground or to any voltage level up to ±25 volts.
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/RS-232

Er war ja schon immer auch für "längere" Kabelwege vorgesehen

Diverse Projekte beschäftigen sich mit der Ansteuerung des COM-Ports

Die Ansteuerung des COM-Ports ist unter Windows sehr einfach.

Netzwerk

Wer es etwas leistungsfähiger möchte, kann natürlich auch ein Statuslicht mit einem Ethernet-Anschluss versehen oder per WiFi einbinden. Entsprechende Boards sind gar nicht mal teuer.

Bluetooth

Mittlerweile gibt es auch eine ganze Menge von Beispielen, wie ein PC (oder Mobiltelefon) über Bluetooth andere Geräte steuert. So eine Anbindung würde natürlich auch eine Montage der Anzeige ohne Kabelbeschränkungen erlauben. Zumindest solange die Funkverbindung per Bluetooth erhalten bleibt. z.B. an der Tür zum Büro. Hier ein paar Links.

Wobei die meisten Bluetooth-Ansteuerungen einfach ein fertig aufgebautes Modul nutzen, welches eine serielle Verbindung auf RS.232 umsetzt und damit dann normal wieder einen Prozessor ansteuert.

LED Ansteuerung

Es gibt einige Bausteine, die die Ansteuerung von LEDs sehr einfach machen. Oft werden diese zur Steuerung größerer Beleuchtungen oder Tafeln eingesetzt. Sie enthalten sehr viel Logik um LEDs "sauber" zu betreiben, z.B. Konstantstromquellen und sind sogar programmierbar. Hier ein paar Links

Jabra Busylight

Jabra hat selbst einen kleinen Stick mit einer roten Anzeige, die an ausgewählte Headsets gekoppelt werden kann. Die Leuchte ist immer dann an, wenn Sie dann per Headset ein Telefonat führen.

Auch eine nette Idee, die mit 20-40 US-$ sogar relativ interessant ist. Leider kann ein Kollege dann immer nur sehen, dass telefoniert wird. Mit Lync hat das nichts zu tun..

Kinderampeln

Wer mehr Lust auf Basteln hat, kann ja auch mal eine der Ampeln aus dem Kinderspielzeugbereich umbauen. Hier einmal zwei Muster

Beide Ampeln haben natürlich keinen PC Anschluss und wären also nur Bauteilbasis, um sich die Gehäusefrage zu erleichtern.

Netzwerkgerät

Die Funktion mit einer "Lampe" am Computer mit LED ist ja soweit schon ganz nett aber hilft natürlich erst mal nicht, wenn ich ein Display außen an der Tür haben möchte. Vielleicht können Sie alle die Statusanzeigen in Krankenhausfluren, die pro Zimmer anzeigen, ob der Doc gerade drin ist oder ein Notfall vorliegt. Das primäre Problem dürfte hier die Entfernung von Tisch mit PC zur Außenwand des Büro und die Stromversorgung dort sein. Sicher kann man über 5-Meter USB-Kabel und Hubs oder spezielle Verlängerungen die Lampe letztlich auch nach außen bringen. Aber denkbar wäre natürlich auch die Übertragung per Funk (Bluetooth, WiFi o.ä.) oder sogar die Nutzung eines Embedded Systems, welches z.B.: über Ethernet mit Strom versorgt wird und den Status direkt beim Server abfragt. Das ist aber sicher die kniffligste Variante, da hier auch Authentifizierung, Konfiguration etc. zu lösen wären.

Weitere Links