Statusdisplay

Diese Seite ist noch im Entstehen. Und vielleicht wollen/können Sie ja das ein oder andere dazu beitragen.

Seit Lync 2013 gibt es mit UCWA - Unified Communication Web API eine sehr einfache HTTP/REST-basierte Schnittstelle um Lync Funktionen zu nutzen.

Für die meisten OCS/Lync-Anwender mag es ausreichend sein, am Bildschirm den Status von Personen zu sehen. Diese Seite beschäftigt sich mit den "anderen" Displays und Wegen, um den Status von Lync-Konten anzuzeigen. Nicht jedes Display ist dabei "erfolgreich" und uneingeschränkt zu empfehlen. Dies ist eben auch eine Baustelle.

Es gibt durch das Prinzip bedingt verschiedene Wege, einen Status anzuzeigen. Hier meine Überlegungen:

Typ Idee

Zusätzliche externe Anzeigen am primären PC

Auch wenn Monitore immer größer werden, so ist ein permanentes Fenster einfach nur störend, auch wenn man mit Hotkeys schnell navigieren kann. Es gibt für unter 100 Euro aber schon Displays, die per USB an den PC angeschlossen werden und damit ein zusätzliches Display anbieten. Einige sogar als Touchscreen.
Denkbar wären natürlich auch LEDs an verschiedenen Ports mit passender Software auf dem PC und Rückmeldungen per Taster

Autarke Systeme zur Anzeige

Mit dem Preisverfall der Netbooks samt Display oder z.B. auch günstiger Android-Handgeräte mit WiFi sind ganz neue Anzeigen denkbar, die ohne den Desktop-PC arbeiten. Wenn die darzustellende Information mit einem Browser erreichbar ist oder es gar eine App dafür gibt, dann ist das ein gangbarer Weg.

Günstige "Fotorahmen", die über LAN gesteuert werden

Durch den Boom der Digitalkameras gibt es immer mehr solcher "digitaler Fotorahmen", die zweckentfremdet werden können. Die ganz billigen Rahmen können nur Speicherkarten wiedergeben. Es muss also schon ein Rahmen mit WiFi-Anschluss sein, der dann entweder von einem anderen System angesprochen wird oder eigenständig Daten von einer Quelle bezieht (z.B. RSS, Flickr, Facebook, POP3 etc.)
Interessant wird dies auch, wenn der Fotorahmen z.B.: per LAN mehrere Bilder erhalten kann und per Touchscreen eine Steuerung möglich ist.

Hier meine ersten Erfahrungen:

Digitaler Bilderrahmen

Ein Artikel auf Heise (Digitale Bilderrahmen zweckentfremdet - http://www.heise.de/foto/artikel/Digitale-Bilderrahmen-zweckentfremdet-1023520.html) ist auch ein guter Ansatzpunkt für einen OCS-Status. Die Bilderrahmen sind ebenfalls schon sehr günstig und könnten z.B. als Türschild dienen. Es muss ja nun nicht ein "HighEnd"-Lösung sind, wie diese auf http://www.heise.de/ct/projekte/machmit/ctlab/wiki/DigitalerBilderrahmen beschrieben wird.

Es reicht ja vielleicht auch einfach ein Bilderrahmen mit je einen Bild für jeden Status, welche über eine Ansteuerung der "Vor/Zurück"-Tasten auf dem Bildschirm gewechselt werden. Interessant werden mittlerweile auch Bildschirme mit WiFi-Anschluss oder Bluetooth. Hier ein paar Startpunkte. Die Bilderrahmen habe ich selbst aber nicht !!

Speziell ist zu prüfen, ob die Status-Bilder per WiFi/Böuetooth wirklich nicht nur übertragen sondern auch direkt angezeigt werden können oder sogar eine Fernsteuerung möglich ist. Mir fehlt da nur noch die "Touch"-Funktion". Vielleicht ist es auch eine Option einfach vom PC aus die IR-Fernbedienungsfunktionen zu nutzen.

Wobei das dann schon etwas Richtung der Idee zum OCS PCPhone führt.

Motorola LS1000W (10", 800x600, WiFi)

Für ca. 80€ hat Reichelt (http://www.reichelt.de/?ARTICLE=91855) diesen Rahmen im Dezember 2010 angeboten, der per WIFI in das Netz eingebunden werden kann und angeblich RSS-Feeds und POP3-Konten abruft. Es ist mit 800x600 Pixel zwar nicht Damit wäre es ein sehr günstiges Display, welchem man z.B. Dienst "StatusBilder" mailen könnte.

Leider hat sich das nicht bewahrheitet, denn zwar sind alle Funktionen da aber doch nicht für OCS/Lync zu missbrauchen. Hier die Stichpunkte:

  • WiFi
    In den Datenblättern steht zwar nichts, aber eine Anmeldung an einer FRITZ! Box 7270 mit WPA/WPA2 war problemlos möglich. "Einstellbar" ist auf dem Fotoframe aber gar nicht..
  • RSS Feed
    Man kann leider nur einen RSS-Feed einstellen oder man geht über einen Aggregator. Leider zeigt der Fotoframe aber nur die Textversion und links davon ein Bild an.
  • Abruf per POP3/IMAP4
    Dieser Weg scheint interessant, um Bilder auf diesem Weg bereit zustellen. Leider kann man das Intervall nicht einstellen. Schwerwiegender ist aber, dass die Bilder in den 512 MB großen internen Speicher abgelegt werden und wenn der Voll ist, stoppt der Abruf bis man am Display wieder alle geleert hat. Ungeschickt ist auch, dass der Rahmen z.B. im "Frame Channel"-Mode dann auf das POP3-Bild springt, aber nicht mehr zurück. Immerhin unterstützt der Rahmen auch SSL.
  • Kein Webbrowser
    Schade ist, dass das Motorola nicht einen einfachen HTTP-Browser oder einen direkten HTTP-Download von JPG-Bildern zulässt, so dass man auf einem internen Webserver ein Bild zur Anzeige ablegen kann. Die Nutzung von "FrameChannel" ist leider nicht skriptfähig und erfordert einen Internetzugang. Ich habe mir noch nicht angeschaut, welches "Protokoll" das Fotoframe intern nutzen.
  • Picasa/Flickr/Framechannel
    Weiterhin erlaubt der Fotorahmen noch den Abruf von Bildern aus einem Picasa Album oder von Flickr.

Das Gehäuse selbst ist recht durchdacht und kann auch an der Wand montiert werden. Ein Lagesensor dreht dann auch das Bild. Dumm nur, dass dann die Bedienelemente auf der Rückseite nicht mehr erreichbar sind. Dafür gibt es eine Fernsteuerung.

Es wäre denkbar, diese Dienste im internen LAN einfach "umzulenken", d.h. der Fotorahmen glaubt, er holt Bilder von Flickr oder Picasa aber da er im Firmen-LAN per DNS auch auf einen internen Webserver umgelenkt werden kann, wäre das ein alternativer Weg. Das konnte ich aber noch nicht testen.

Es gibt noch einige weitere "Rahmen". Interessant könnte hier auch der Kodak, sein, da er z.B. ein Touchpanel hat. Der 7" Rahmen ist auch für <100 Euro verfügbar. Der 10" Rahmen ist leider deutlich teurer.

Tochterdisplay mit USB oder Bluetooth

Mit Funktionen wie "DisplayLink" oder "UbiSync" können Bildschirme einfach per USB-Port an einem PC mit angeschlossen werden und damit als Tochterbild agieren und USB-Kabel können über Hubs und Externer auch länger sein.

Eine andere Klasse sind Fotodisplays welche per USB direkt am PC als "Nebenmonitor" betrieben werden kann oder per Bluetooth auch Daten empfangen. Da gibt es z.B. von Samsung eine ganze Menge an Displays, die direkt per USB am PC betrieben werden können, z.B. Samsung SPF-800P.

Achtung: Diese Displays sind wohl keine echten "Monitore", sondern eine Software (Frame Manager) simuliert einen logischen Monitor und "fotografiert" diesen ab und überträgt immer wieder ein JPG-Bild zur Anzeige auf das Tochterdisplay.

Die technischen Daten versprechen ein interessantes Gerät da es Bilder und andere Medien per Bluetooth empfangen kann und sogar Fernsteuerfunktionen möglich sein sollten. Ob man damit von einem PC in einem Besprechungsraum, auch ein Außendisplay verwalten kann ? und selbst wenn das Display direkt an einem PC angeschlossen wird, (Was dankt USB auch gehen soll), fehlt nur noch eine kleine Statusanwendung, die auf die Auflösung optimiert ist.

Ein Test hierzu steht noch aus.

Schade nur, dass ich noch keinen Rahmen in der Art gefunden habe, bei dem auch die Tastatur an den PC zurückgemeldet wird. Das ist dann wieder die Stärke von Touch-Displays. Aber als reine Anzeige, die zudem auch Mediaplayer, uhrzeit o.ä. anzeigen kann, klingt das schon interessant. Hotkeys gibt es ja auch so auf Tastaturen und Mäusen schon genug.

Allerdings ist es schon nervig, wenn z.B. die schicken interessanten Samsung Displays, die per Bluetooth auch aus der Ferne erreichbar wären, nicht an der Wand montiert werden und umgekehrt die WLAN-fähigen Displays nur bedingt als Anzeigetableau verwendet werden können.

Günstige Panels mit Browser (meist basierend auf Android)

Es gibt mittlerweile auch sehr günstige "Computer" die eigentlich nicht mehr als ein LCD-Panel mit Browser und Tastatur oder Touch-Display sind. Das muss nicht mal so High-End-System wie ein iPad oder Samsung Galaxy sein, z.B.

Gerät Produktname und Links Preis

Archos 7 Home Tablet
MP3-Player 8 GB mit TFT-LCD-Display (Android, Touchscreen, Micro SDHC Slot) (ca 150€)
http://www.archos.com/products/ta/archos_70it/index.html?country=de&lang=de

144 Euro

Nexoc PAD 7
17,8 cm (7") Mobile Internet Pad 4GB/WLAN (99 Euro)
http://www.nexoc-store.de/shop/product_info.php/info/p18359_NEXOC-Pad-7.html

99 Euro

Andere

ODYS Tablet PC Genesis http://www.odys.de/web/tablet-pc_genesis_de.html
Pearl: TOUCHLET Tablet-PC X2 mit Android 2.2 & 17,8cm/7"-Touchscreen (ca170€) http://www.pearl.de/a-PX8599-1510.shtml#
Auf der CES 2011 in Las Vegas wurden jede Menge weitere "Tablets" vorgestellt.

 

Und angeblich gibt es noch ne Reihe weiterer Tablets, die scheinbar sogar gleich sind wie Viewsonic Viewpad 10, Wortmann Terra Pad 1050, Nexoc Pad 10, Tega V2 Touch und CTFPAD Pad. Das kann also noch sehr interessant werden, wenn diese Geräte ihre Kinderkrankheiten ausgestanden haben.

Auf diesen Systemen läuft natürlich erst mal kein Windows, so dass auch kein Communicator möglich ist. Aber auch für Android sollte es einfach möglich sein, entweder per Browser eine entsprechend auf einem Server bereitgestellte HTML-Seite darzustellen, Besonders wenn er einen HTTP-Refresh versteht. Denkbar wäre natürlich auch eine entsprechende "App", die per HTTP und EWS den Kalender eines Besprechungsraums oder sogar per SIP den Status von Personen anfragt und anzeigt.

Wichtig wäre, dass diese Funktion idealerweise nach dem Einschalten direkt startet und keine weitere Eingaben oder Anmeldungen erforderlich sind. (Quasi ein Autorun). Zudem muss so ein "anonym ansprechbares Display" natürlich auch gegen Missbrauch geschützt werden, nicht dass jemand am Display unerwünscht Daten abrufen kann. Sobald man eine Anwendung auf dieses Tablet verteilt und keine Webseite anzeigt, kommt wieder das Clientmanagement mit ins Blickfeld.

Für Exchange 2010 Besprechungsräume habe ich eine Lösung basierend auf einem Android Tablet und der Software RoomDisplay beschrieben.

Günstige PCs mit Display und Tasten

Eine ganz andere Option sind natürlich die immer mehr kommenden "super günstigen" Netbook, die mittlerweile schon bei 250 Euro und drunter sind, z.B. Samsung NC10 oder NC145 und andere. Alles haben meist einen Bildschirm mit 1024x600 oder etwas mehr Pixel (ohne Touchfunktion), einen ATOM, eine kleine Festplatte und nutzen Windows Starter (also kein Domain o.ä.). Von meinen Lenovos weiß ich, dass ich das Display komplett umlegen kann, d.h. dass Notebook-Rumpf und Display eine Linie bilden. Sowas kann man natürlich auch an die Wandschrauben und selbst ein Windows Starter sollte doch in einem Browser einen Terminkalender anzeigen können.

Da kommt mir wieder die andere Idee: Warum kostet ein "Komfort Telefon" der namhaften Hersteller deutlich mehr als ein Windows 7 Netbook, mit dem ich viel mehr machen kann ?.

Das Problem eigenständiger PCs ist natürlich, dass man darüber zwar problemlos Lync nutzen kann, aber es eben nicht der "Primäre PC" ist. Also bei einem Telefon mal eben einen Desktop mit freigeben ist damit nicht möglich. Sie eignen sich also eher als "Telefonersatz"

Eigenständige Systeme

Natürlich steht es ihnen frei, ganz eigenen Systeme aufzubauen und zusammen zu löten, die Seriell, parallel, per USB, Bluetooth oder anders mit dem Lync/OCS-Server oder einem Clients kommunizieren. Es gibt mittlerweile eine ganze Menge von Boards und Bausätzen, die so etwas möglich machen. Also Lötkolben zur Hand und mal schnell die eigene "Ampel" für auf den Monitor gebaut. (Siehe auch OCS Statuslicht)

Andere nutzen einfach bestehende Anzeigen, z.B. von Hausautomatisierungssystemen.

 

Kommerzielle Systeme

Ich habe keinen kompletten Marktüberblick aber wenn ich Seiten finde, die diese Thema kommerziell behandeln, dann versuche ich diese hier zu veröffentlichen:

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