Olympus Protect 9xxx

Braucht man eine Alarmanlage?. Ja und Nein. Natürlich haben wir bei unserem Neubau überlegt, ob wir zusätzliche aktive Sicherungstechnik installieren sollen, die neben einbruchhemmenden Türen und Fenstern auch Räume und Außenhülle überwacht. Diese Seite beschreibt meine Erfahrungen mit der Olympus Protect 9000 Serie. Allerdings weniger als klassische Alarmanlage sondern eher als günstiges Wählmodul für Alarmierungen anderer Art.

Typen und Klassen

Es gibt hier ja eine ganz Bandbreite von Alarmanlagen: Einige kosten wenige 100 Euro mit ein paar Sensoren und arbeiten installationsfreundlich per Funk und mit Batterien. Andere brauchen Kabel, die man im Rohbau besser schon vorher verlegt. Auch bei der Alarmierung gibt es unterschiede, z.B. über eine Außensirene, Innenmeldung oder sogar per Telefon oder GSM. Entsprechend unterscheiden sich die Anlagen auch im Preis und den Voraussetzungen.

Zu einer "richtigen Alarmanlage" gehört natürlich mehr als nur ein paar Reed-Schalter an Türen und Fenstern mit einer Funkbasis und einer GSM-Anlage. Richtige Alarmanlagen verhindern, dass sie scharf geschaltet werden, wenn z.B. Türen offen stehen. Die Olympus scheint das z.B.: nicht zu verhindern, weil Sie anscheinend nur "Änderungen" eines Sensor erkennt aber nicht den Status. Ob ein Reed-Schalter also durch das Öffnen oder das Schließen einer Tür ausgelöst wird, ist nicht zu unterscheiden. Technisch wäre es sicher möglich. Auch aktivieren richtige Anlagen die Scharfschaltung  nicht an einer eingestellten Zeit, sondern erst nachdem sicher ist, dass der überwachte Raum auch "frei" ist, z.B. weil keine Sensoren mehr anschlagen und alle Türen auch wirklich zu sein.

Die Olympus Protect 9xxx-Geräte gehören sicher zu den günstigen Anlagen, die es in einem Set mit Basis (mit GSM-Modul Alarmierung), vier Türkontakte und einem Bewegungsmelder z.B. für innen, schon für um di e100€ gibt. Der Amazon-Preis ist hier eher als Maximalpreis zu sehen. Es gibt zudem verschiedene "Pakete" unterschiedlicher Zusammenstellung.

Wer also mit einer Olympus 9xxx liebäugelt kann für um die 100€ nicht die Funktionen erwarten, wie eine mehrere tausend Euro professionell geplante Alarmanlage. Und ob man eine "halbe" Alarmanlage haben will, d.h. sich die Mühe mit Aktivierung und Deaktivierung macht, obwohl es nur nur lückenhafte Überwachung ist, muss jeder selbst überlegen.

Batterie oder Netzteil ?

Die Olympus nutzt für alle Komponenten Standard AA oder AAA-Batterien. Die sind einfach und überall günstig erhältlich und man kann gerne gegen Batterien sein. Aber Verbraucher mit ganz wenig Energiebedarf lassen sich so oft sogar günstiger und vermutlich auch umweltschonender betreiben als der Standby-Bedarf der verschiedenen Steckernetzteile. Zudem funktionieren diese Teile natürlich auch noch nach einem Stromausfall. Mit der Basis wird sogar ein Netzteil mitgeliefert, so dass hier die Batterien eher "Backup" sind. Wenn ein Einbrecher aber die Basis eh findet, dann tritt er einmal fest drauf, und dann ist auch Ruhe.

Wer aber "Drähte" im Haus liegen hat, spart sich natürlich die Batterien in den einzelnen Sensoren.

Aktivieren, Deaktivieren und Sicherheit

Die Anlage kann einfach an der Basis aktiviert und deaktiviert werden. Aber genau genommen möchte ich das dort gar nicht haben. Mich würde es nerven, wenn ich immer erst zur Basis gehen müsste. Zum Glück gibt es für die Anlage die Option einer Steuerung per Funkschalter. Ein Handsender ist dabei und weitere Kosten gar nicht mal viel Geld, z.B. das Pärchen für ca. 25€

Wie sicher natürlich die Funkübertragung ist, steht auf einem anderen Blatt. Die Anlage arbeitet mit 868MHz und anscheinend ohne "Rolling Code". Es ist also denkbar, dass jemand einmal ein "Abschalt"-Meldung aufzeichnet und später wiederholt sendet. Entsprechende Geräte gibt es schon relativ günstig zu kaufen. Der Angreifer muss aber wissen, dass Sie eine solche Alarmanlage haben und genau dann mitschneiden, wenn Sie gerade auf den Knopf drücken. Leider hat die Anlage keinen Schalteingang, um z.B. einen Schlüsselschalter o.ä. anzuschießen. Es bleibt also nur die Option so einen Funkschalter zu opfern und den Taster fremd anzusteuern, z.B. durch einen Schlüsselschalter oder vielleicht auch durch den Türöffner (RFID, CodeSchloss o.ä.) Wer "legitim" die Haustür öffnet, könnte so auch die Alarmanlage abschalten. Leider habe ich auch noch keine Option gefunden, um den aktuellen Status (Scharf/Unscharf) nach außen anzuzeigen. Da müsste an wohl einen Fotodiode auf die Basis kleben.

Leider bekommt man auf dem Handsender keine Statusmeldung, ob die Basis das Signal verstanden hat. Es gibt kein "Quittungston" seitens der Basis selbst und auch keine Anzeige am Sender oder anderweitig. Damit wird man aufgrund des Preis wohl leben müssen. Wenn ein Einbrecher weiß, dass die Anlage auf 868MHz die Signale der Sender erwartet, dann könnte er versuchen diese Übertragung stören. Abschirmen ist vielleicht schwer aber Stören durch einen starken 868MHzu Sender könnte helfen. Gehen wir aber mal davon aus, das der durchschnittliche Einbrecher sich dann eher leichtere Opfer sucht.

Die Taster kann man natürlich auch öffnen und z-B. mit einem eigenen mehr oder minder versteckten Schalter oder an eine Haussteuerung anschließen

Die vier Kontaktschalter sind recht einfach zu ermitteln und über einen Durchgangsprüfer finden sie schnell den hier rot markierten gemeinsamen Bezugspunkt. Mit etwas Tüftelei passt die Platine sogar in einer normale Schalterdose. Ich würde damit zwar nicht die "Unscharf"-Schaltung aufbauen, aber Scharf-Stellen bzw. ein SOS-Taster neben dem Bett lässt sich so ganz schnell umsetzen.

Schließer: Universelle Tür/Fenster-Melder und Wassermelder

In meinem Paket waren neben der Basis noch vier Fensterkontakte dabei. Wobei diese Module natürlich einfache "Schaltgeber" sind, bei denen ein Magnet einen Reed-Schalter betätigen und dann ein Signal senden. Soweit ich gesehen habe, sendet die Basis immer ein Signal, wenn sich der Status ändert, d.h. wenn der Magnet sich entfernt (Tür/Fenster auf) aber auch wenn er wieder an dem Sensor zu liegen kommen (Tür/Fenster ist zu). Das ist natürlich unschön, da so bei einer Scharfschaltung nicht erkannt werden kann, ob ein Fenster/Tür offen steht. Technisch sollte es dem Gerät problemlos möglich sein, zwischen Reed-kontakt Zu oder Auf zu unterscheiden und das der Basis auch entsprechend zu melden.

Unschlagbar ist natürlich der Preis sowohl im Startpaket als auch als Nachrüstoption. Um die 10€ kostet ein kompletter Server.

Nun kann man geteilter Meinung sein, ob so ein Sensor an Fenster oder Tür etwas hilft, wenn der Einbrecher die Tür oder das Fenster nicht öffnet und z.B. beim Fenster einfach die Scheibe zerstört. Dann würde sicher ein Glasbruchsensor helfen, den es auch gibt.

Leider hat es Olympus versäumt die Funktion Glasbuchmelder UND Reed-Kontakt in einem Gerät zu vereinen. Dann könnte man wirklich mit einem Sender beide Einfallstore absichern. Übrigens könnte man auch die Magnete etwas "eleganter" bauen. Ich habe einfach selbstklebende Neodym-Magnete statt der Kunststoffkisten befestigt

Aber vielleicht ist das ja doch möglich. Ich habe zwar keinen Glasbuchsensor aber einen Wassersensor zugekauft. Olympus hat die Sender nicht verklebt sondern nur verschraubt und es ist problemlos möglich, diese zu öffnen. Hier der normale Magnetkontaktschalter. Der Reed-Schalter ist gut zu erkennen:

Und hier der Wassersensor

Der Reed-Kontakt ist nicht bestückt. Dafür sind links die beiden Lötaugen mit den Zuleitungen des Fühlers belegt. Ob sich die Module in der Programmierung noch unterscheiden, konnte ich noch nicht ermitteln.

Sie können also jeden Ausgang verwenden, der einen Kontakt schließen kann. Die Alarmanlage kann nämlich auch "still" arbeiten und bei Auslösung einfach einen GSM-Anruf starten und per Sprache den Sensor ansagen.

Allerdings gibt es einen Unterschied: Ein Wassermelder und ein Türkontakt werden von der Basis unterschiedlich behandelt. Ein Wassermelder kann auch Alarm schlagen, wenn die Basis "unscharf" ist.

Bewegungsmelder, Rauchmelder und Co

Mit in einem Paket war noch ein Bewegungsmelder. Der wird durch 3xAA-Batterien betrieben. ich bin mal gespannt, wie lange die halten. Auch wenn man diesen Melder zur Innenraumüberwachung einsetzt, wäre es schon wünschenswert hier auch eine Fernspeisung zu erlauben. für einen geübten Elektronik-Bastler ist es aber kein Problem, diesen Melder einfach mit Niederspannung zu versorgen. ein 5V-Handynetzteil mit einer Silizium-Diode als Spannungsreduzierung (-0,7V) ist ausreichend. Interessant ist diese Option, wenn in den Räumen z.B. Raumfühler für die Heizung sind und hier noch ein paar Kabel übrig sind".

Ob ein Rauchmelder an der Alarmanlage im Eigenheim Sinn macht, kann ich nicht sagen. Natürlich kann er auch einen Alarm auslösen, aber wenn niemand zuhause ist und ich würde angerufen werden, dann kann ich eh nicht viel machen, außer die Feuerwehr zu rufen und zu hoffen, dass es keinen Fehlalarm gibt. Wenn der Rauchmelder aber auch die Außensirene aktiviert, dann können zumindest Nachbarn aufmerksam werden und vielleicht sehen Sie ja den Feuerschein.

Extern Sirene

In der Basis selbst ist ein Piezo-Summer enthalten, der ganz schön viel Lärm machen kann. Aber bei den heutigen gut gedämmten Häusern ist draußen davon natürlich nicht viel zu hören. Die Basis hat leider keinen direkten Schaltausgang. Ein Bastler könnte sicher die Signale von dem Piezo-Summer abgreifen und damit eine Außensirene ansteuern. Die Basis kann aber auch per Funk selbst eine passende Sirene ansteuern.

Die von Olympus vertriebene Sirene ist lauter und kann außen installiert werden. Sie wird mit 4xAA-Batterien gespeist, die aber aufgrund der permanenten Empfangsbereitschaft nicht lange halten. Wer die Sirene außen so montiert, dass Sie gerade nicht von einem Einbrecher erreicht werden kann, muss zum Batteriewechsel auch immer die Leiter holen. Leider hat Olympus nicht mal eine Fernspeisung vorgesehen.

Auch hier ist dann wieder der Bastler gefragt, um an die Batterien einen entsprechenden Eingang anzuschließen. Leider gibt es auch keine Möglichkeit eine Solarzelle mit Akku anzuschließen, um so die Dauerbereitschaft zu erhöhen.

Alarmanlage wird zur Alarmierungszentrale

Die Olympus Protect 9000 kann als kleine kostengünstige Alarmanlage durchgehen. Sie hat aber einige Einschränkungen, die dem Preis geschuldet sind. Aber sie ist für mich dennoch interessant, weil Sie ein paar andere Dinge in sich vereint:

  1. Netzunabhängige Basis mit GSM
    Die Basis kann auch bei einem Stromausfall über die eingebaute GSM-Karte einen Anruf starten. Der Melder muss ja kein Einbruch sein
  2. Stiller Alarm
    Die Basis kann so "scharf" geschaltet werden, dass Sie nicht lärmt sondern nur anruft.
  3. Sensoren sind "Schließer"
    Das Signal für eine Auslösung muss nicht ein Magnet am Türflügel sein

Ich habe die vier Sensoren daher einfach anders verwendet.

  • Wasser im Kellerschaft
    Durch das hohe Grundwasserniveau am Standort haben wir "wasserdichte Kellerschächte und Keller". Damit ist sichergestellt, dass kein Wasser aus dem Erdreich in den Keller oder die Kellerschächte dringt. Dicht heißt aber auch, dass es in beide Richtungen "dicht" ist. Und es kann schon passieren, dass Regenwasser von oben in die Kellerschächte läuft. Es muss nicht viel sein, aber da es im Schatten des Paderborner Doms doch häufiger regnet als in der Pfalz, kann sich hier doch Wasser sammeln. Wer einmal quasi eine Wasserlinie am (noch dicht abschließenden) Kellerfenster gesehen hat, möchte zukünftig darüber informiert werden.
    Also habe ich von Kellerfenster zu Kellerfenster eine Leitung gezogen, die dann nach draußen einfach zwei blanke Kontakte hat. Wenn nun in einem der Fenster der Wasserstand mir zu hoch steigt, dann schlägt ein Sensor "Alarm". Der gleiche Sensor überwacht natürlich den Kellerboden an der Waschmaschine, der Heizung, den Wasserenthärter und die anderen Räume.
    Die "Alarmanlage", ruft mich dann auf dem Telefon an und sagt deutlich ein "Wasser im Keller". Natürlich könnte ich viel mehr Sensoren verbauen um gleich zu wissen, wo genau ich suchen muss.
  • USV in Betrieb
    Stromausfall im Serverraum. Es muss ja nicht gleich der Energieversorger die Segel streichen. Manchmal ist es ja "nur" eine Sicherung oder der Fehlerstromschutzschalter, der einen Stromkreis abgeschaltet hat. Ein kleines Relais, welches durch die Versorgungsspannung gehalten wird, hält auch den Sender geschossen. Und wenn der Strom ausfällt, dann löst das einen Alarm aus.
  • Gefrierschrank in Not
    Auch der Gefrierschrank kann "Lärmen", wenn er, warum auch immer, zu warm wird. Vielleicht war nur die Tür auf, vielleicht ist es aber auch ein größerer Defekt, der das kostbare Gefriergut langsam auftauen lässt. Auch hier kann ein entsprechend umgebauter Alarmsender eine Meldung an die Basis mit einen Anruf auf das Mobiltelefon auslösen
  • Störung bei der Heizung
    In gut gedämmten Häusern fällt es gar nicht mehr besonders auf, wenn die Heizung nicht läuft. Im Sommer sowieso nicht und in der Übergangszeit nicht sofort. Wenn eine Störung an der Heizung auftritt, kann so ein Anruf initiiert werden. Das ist vielleiht schon eine pfiffige EinsatzMöglichkeit der Kleinanlage für Mietobjekte oder Gewerbebauten. Nebenbei können Sie auch die Tür zur Heizungszentrale mit einem weiteren Sensor überwachen.
  • Wasserenthärter ohne Salz
    Das ist nur ein Beispiel für ein Gerät, welches auch "unbemerkt" auf Störung gehen kann. Das Rückspülwasser als auch der Salzbehälter können den Keller bewässern
  • Und vieles mehr..
    Denken Sie mal an ein Boot (Bilgenwasser), ein Gartenhäuschen und viele andere Dinge, die ein "Problem" einfach durch einen Schließer melden können. Das kleinste Set 9030 mit der Basis, zwei Sendern und dem Handsender kostet schon unter 100€ als Listenpreis. Wer z.B. eine Homematic nutzt, könnte über einen Schaltaktor so einen 10€ Türsensor schalten und damit Störungen in dieser Plattform per Telefon alarmieren.

Ich bin eigentlich überrascht, dass Olympus diesen Einsatzzweck noch nicht erkannt hat. Diese kleine Anlage mit GSM-Modul ist um einiges günstiger als viele "Telefonwählmodule". Würde man noch einen Sensor dazu stellen, der z.B. auf Licht (Meldelampe) reagiert, dann wäre das Paket komplett.

Eine Sache müssen Sie aber bedenken: GSM funktioniert nur in "versorgten Bereichen". Die Basis sollte also nicht gerade im Keller stehen und eine einsame Berghütte ist vielleicht auch nicht mehr versorgt, auch wenn man eine externe Antenne anschließen kann

Wunschliste

Die erste Hälfte des Artikels war eigentlich eine Beschreibung der Alarmanlagenfunktion. Wobei man für 100€ zzgl. ein paar Sensoren natürlich auch nur einen gewissen Funktionsumfang erreichen kann. Ich würde der Anlage sicher nicht die 110 oder 112 als "Notrufnummer" beim Alarm hinterlegen. Das kann ganz schnell teuer werden. Aber für unter 100€ eine so flexible und leistungsfähige Meldungszentrale mit Funkmeldern zu bekommen, ist schon ein sehr interessantes Angebot.

Ich bin sicher, dass die Anlage es könnte aber anscheinend ist einige Funktionen leider nicht implementiert worden. Vielleicht waren Sie dem Hersteller nicht wichtiger oder er hat sie einfach noch nicht gekannt. Wenn jemand von Olympus dies liest, dann geben Sie meine Wunschliste doch mal an ihre Entwickler weiter. Einige Stationen haben sogar einen USB-Anschluss, zu dem aber nichts beschrieben ist. Auf der Platine selbst finden sich aber auch Beschriftungen wie UART und JTAG. Vielleicht kann man ja sogar Updates einspielen oder zumindest Daten abfragen. Was mit fehlt:

  • Anzeige der Sensoraktionen auch im Ruhezustand
    Wenn die Basis "Scharf" geschaltet ist, dann zeigt Sie im Alarmfall im Display an, welcher Sensor für die Alarmauslösung relevant war. Ich würde mir wünschen, dass auch im Passiven Mode z.B. die Sensoren abfragbar sind und eine Statusänderung an einem Sensor auch kurz im Display zu sehen ist. Das Datum und die Uhrzeit sind keine sinnvolle Verwendung des Display im Ruhezustand
    , also welche Funkmeldungen empfangen wurden.
  • "Protokollausgabe"
    Interessant wäre es natürlich, wenn diese Statusänderungen auch irgendwo hin ausgegeben werden könnten. Speziell, wenn man die bis zu 32 Sensoren auch ausnutzt, könnte die kleine Olympus schon ein richtiger Datenlogger werden. Direkt über der SIM-Karte sind 5 Anschlüsse für einen UART-Port. Wenn hier einfach die Meldungen rauslaufen würden, dann wäre es ein leichtes mit einem ESP8266 SoC, mit NodeMCU oder wegen mir auch einem hierfür überdimensionierten RasPi die Daten abzugreifen.
  • "Remote Statusanzeige"
    Wenn man die Basis nicht gerade ins Fenster stellen will, dann kann niemand den Status der Anlage sehen. Die Basis hat schon eine gelbe LED als Indikator. Warum kann der nicht ausgeführt zu einer Außenanzeige gehen?. Wegen mir kann es auch eine kleine LED in der Außensirene oder eine andere Funkempfangseinheit sein. Die paar Euro würde ich schon ausgeben um von außen zu sehen, ob die Anlage gerade scharf oder unscharf ist.
  • Intelligentere Sensoren
    Ein Reed-Relais ist Auf oder Zu. Die Sender könnten neben der Änderung sicher auch den Status melden und die Basis dann entsprechend darauf reagieren. Wenn die Fenster- und Tür-Sensoren kein "Geschlossen" melden, dürfte sich die Anlage gar nicht scharf schalten lassen.

Aber auch mit diesen Einschränkungen ist die Olympia Protect 9xxx eine interessante Bassi für Alarmierungen. Natürlich habe ich ein paar Türen abgesichert aber als "richtige narrensichere Alarmanlage" würde ich sie nicht bezeichnen. Wenn Sie mit aber Bescheid gibt, wenn meine USV anspringt, Wasser bedrohlich hoch im Kellerschaft steht, das Hebewerk nicht mehr abpumpt oder sonst eine Störung im Haus bald Schaden anrichten würde, dann darf sie gerne bei mir anrufen. Die 100€, etwas Doppelklebeband und eine SIM-Karte für 3€/Monat sind mir das schon wert.

Weitere Links

Funk-Alarmanlage Olympia Protect 9061 im Roboternetz-Check
https://www.youtube.com/watch?v=4prZA8pN-UQ