220-Volt Zwischenstecker

Er eine Steckdose für einen laut piepsenden Notebook sucht, findet meist keine. Aber es gibt überall Monitore, Drucker und andere Geräte, die genug Strom haben. Also flugs einfach dafür einen Zwischenstecker gesucht bzw. gebaut.

Derer gibt es mittlerweile sogar zwei in meiner Tasche.

Steckdosenadapter

Direkt im Elektrofachmarkt gibt es kleine Zwischenstecker, die nicht nur einen Überspannungsschutz versprechen, sondern bei sehr geringer Baugröße auch ein Zwischenstecker mit zweitem Abgang sind. Geräte, die nicht immer am Strom angeschlossen sein müssen, z.B. Drucker, Notebooks, Bildschirme (nicht die PCs selbst !!!) kann ich damit kurzfristig abtrennen und durch den Zwischenstecker einfach eine weitere Steckdose für meinen Notebook gewinnen.

220V Adapter

Nachteilig ist hierbei jedoch, dass das Netzteil natürlich nur einen Eurostecker haben darf, wenn das existierende Gerät einen Schutzkontaktstecker benötigt. Technisch funktioniert ein IBM-Notebook Netzteil auch, wenn der Schukostecker durch einen Eurostecker ersetzt wird. Alle Teile beim Notebook und dem Netzteil sind sowieso schutzisoliert. Mein früheres Toshiba hatte sogar nur ein "Rasiererkabel" ohne Schutzkontakt als serienmäßigen Anschluss. Der umbau der Zuleitung auf "Euro-Format" hat zudem den Vorteil, dass ich den Notebook nun auch an einem Wechselrichter im Auto betreiben kann. Dort gibt es bekanntlich keine "Schutzerde".

Kaltgeräteadapter

Wenn sich aber keine Steckdose finden lässt oder diese unerreichbar im Tisch, Doppelboden oder anderweitig verbaut ist, dann ist der Zugriff auf einen Kaltgerätestecker eines bestehenden Geräts immer sehr einfach. Zumindest Drucker und Monitore haben oft einen entsprechenden Anschluss offen zugänglich. Nur LCD-Bildschirme mit abgesetztem und im Tisch versteckten Transformator sind weniger geeignet. Nun kann ich natürlich nicht einfach eine Vampirklemme auf ein bestehendes Kabel aufkrimpen, sondern muss auch hier einen Zwischenstecker bauen, den es so nicht gibt. Der folgende Stecker hilft mir dabei:

Aus einem Kaltgerätestecker, einer Kaltgerätebuchse und einer Eurobuchse für die Kabelmontage habe ich mir ein sehr kleines Verlängerungskabel mit einem Abzweig gebaut. So kann ich jede Kaltgeräteverbindung (z.B. Monitor, Drucker, Switch etc.) nutzen, um mir Strom zu besorgen. Allerdings wird die Stromzufuhr der Quelle natürlich kurz unterbrochen. Genau genommen könnte das auch alles in einem handlichen Gehäuse kompakter gestaltet werden. Dieser Zwischenstecker funktioniert für alle Endgeräte mit einer Europabuchse. Wer einen "dicken" Schuko-Stecker hat, muss natürlich dann auch eine fette Schukosteckdose montieren. Dann würde ich mir aber schon überlegen, ob ich nicht gleich das Netzkabel meines Notebooks mit Kaltgeräte-Stecker/Buchse versehen würde.

Wireless Strom

Bei meiner Arbeit bei verschiedenen Energieversorgern habe ich schon häufiger erwähnt, dass nach DECT, GAP, GSM und nun auch WiFi und Bluetooth der nächste Schritt der "Wireless Strom" wäre. So könnte ein Notebook auch ohne festen Anschluss mit Energie versorgt werden. Das funktioniert bis zu einem gewissen Maße schon bei RFID und anderen Sensoren, die ihre Energie aus der eingestrahlten Sendeleistung des Detektors erhalten und kurz antworten. Nur selbst ein moderner Notebook benötigt mehrere Watt (IBM T40 bis zu 70W) Leistung, die sicher nicht "drahtlos" übertragen werden können. Schon daher werde ich meine Steckersammlung nicht ganz abschaffen können.

Update: Mittlerweile gibt es von DELL ein Notebook, welches Induktiv geladen werden kann und anscheinend gibt es auch schon erste Ansätze Mobiltelefone und MP3-Player kabellos zu laden. Das Verfahren ist vergleichbar zu Erwärmung eines Topf auf einem Induktionsherd.