Rights Management Services (RMS)

Oft auch als Windows Rights Management oder Digital Rights Management Services bekannt. In Verbindung mit dem Windows Media Player als "Windows Media Rights Management". Nur was hat das mit Exchange zu tun ?

RMS ist die Weiterentwicklung der klassischen Verschlüsselung mittels SSL, S/Mime und PGP  Die klassische Verschlüsselung hat vier Ziele:

Das ist aber in der neuen Welt nicht mehr ausreichend, denn es kann nicht sichergestellt werden, dass:

Es gibt als Gründe hier nach Lösungen zu suchen. Und es gibt tatsächlich Produkte, die eine Verwaltung von solchen Rechten zulassen. Dazu gehört auch der Windows Rights Management Server (RMS), der manchmal auch als Digital Rights Management (DRM) und anderen Begriffen gehandelt wird.

Eigener RMS ?

In allen mir bekannten Fällen ist damit aber mehr verbunden, als nur mal einen Server zu installieren, da die Auswirkungen tief in gegebene Strukturen eingreifen:

Sie sehen schon, dass das alles mit Schutz, Identifizierung, Überprüfung und Vertrauen zu tun hat. Dann wird es Sie nicht wundern, wenn hier wieder Zertifikate einen Rolle spielen:

Sie sehen also, alles nicht so einfach. Digital Rights Management ist ein wichtiges Thema und Portale wie Musicload.de und andere nutzen solche Verfahren schon, um Audio und Video-Dokumente zu schützen, so dass nur der Käufer oder Mieter diese auf seinem Gerät für die gekaufte Zeit anschauen kann. Allerdings handelt es sich dabei nicht um MP3 und MPEG4-Datien, sondern um "andere" Format, die DRM unterstützen (WMF, WMA). Auch diverse MP3-Player unterstützen schon DRM.

Der Einsatz bei E-Mails ist zwar interessant, aber wenn ich sehe wie gleichgültig heute die meisten Personen schon allein das Thema  Verschlüsseln und Signieren ist, dann wird RMS sicher eher übermorgen ein Massenthema werden. Es kann allerdings im internen Netzwerk natürlich wunderbar genutzt werden, um kritische Dokumente, z.B. geheime Daten, Source Code, etc. besser abzusichern. Niemand außerhalb kann mit den Daten etwas anfangen, wenn er nicht auch eine Lizenz vom internen RMS-Server erhalten kann.

Passport

Theorie alleine bleibt trocken. Microsoft bietet bis auf weiteres den Office 2003 Anwendern an, einen öffentlichen RMS-Server kostenfrei zu nutzen. Office zeigt folgenden Dialog bei der ersten Verwendung von RMS-Funktionen.

Weitere Hinweise gibt es unter http://office.Microsoft.com/de-de/assistance/HA010721681031.aspx

Microsoft kann den Dienst jederzeit beenden oder kostenpflichtig machen. Dies kann dazu führen,  dass sie ihre eigenen Dokumente nicht mehr lesen können, da sie keine Lizenz mehr erhalten können.

Zwar ist eine Warnung und eine Migrationszeit von einem Monat beschrieben, aber dies kann schon sehr kurz sein, wenn Sie viele Dokumente verschlüsselt haben. Da zudem ihr Schlüssel auf diesem Server liegt, ist es dem Betreiber technisch möglich, ihre Dokumente bei Erhalt zu lesen. Ein gewisses Vertrauen müssen Sie daher mitbringen. Oder eben damit leben, dass vermutlich Geheimdienste und Verfolgungsbehörden Zugriff erhalten können. Wenn der Präsident Bush Telefone ohne richterlichen Beschluss im Namen der nationalen Sicherheit abhören lässt, dann dürfte ein Rights Management Server in den USA nur bedingt geeignet sein.

Eine nette Spielfläche ist es aber allemal, wenn wie ein Passport-Konto haben.

Office Schutz

Wenn Sie nicht gleich mit der "Großen Keule" arbeiten wollen, dann können Sie auch wie bisher ihre Dokumente der verschiedenen Programme mit Kenworten schützen oder einfach mit Kennwort packen. Das ist aber bei weitem nicht so flexible und verhindert auch keine unerlaubte Weitergabe. Oft reicht es aber schon, wenn "versteckte Informationen" in Dokumenten entfernt werden

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