Exchange 2000 Admingroup und Routinggroup

Exchange 5.5 kennt die Struktur, dass es unter einer Organisation mehrere Standorte (Sites) gibt und in einer Site einer oder mehrere Server existieren. Bei Exchange 2000 müssen wir zwei Modi unterscheiden: Solange Exchange 2000 und Exchange 5.5 gemeinsam in einer Organisation bestehen, ist Exchange 2000 im so genannten Mixed Mode und so werden Exchange 5.5 Standorte zu Exchange 2000 Administrativen Gruppen.

Aber auch das Routing hat sich geändert. Details hierzu sind auf Exchange 2000 MTA und Routing zu finden.

Administrative Gruppen

Administrative Gruppen dienen der Trennung der administrativen Zuständigkeiten in einer Exchange Organisation. Dies entspricht auch dem Sicherheitsmodell, da mit Exchange 5.5 jeder Standort auch administrativ gegenüber den anderen Standorte abgeschottet war.

Administrative Gruppen sind aber nicht nur für die Vergabe von Berechtigungen vorgesehen, sondern dienen auch als Grenzen für Richtlinien für die Server, Speichergruppen und Benutzer und Ordner.

Routinggruppen

Für die optimierte Steuerung der Kommunikation zwischen Exchange Servern kennt Exchange 2000 neben den administrativen Gruppen auch Routinggruppen.

Bei Exchange 5.5 wurden Standorte mit Connectoren verbunden, um einen Nachrichtenaustausch zuzulassen. Diese Verbindungen wurden über Site, X.400 oder SMTP-Connectoren zwischen Servern geschaltet. Neben dem Nachrichtenaustausch wurden über eigens eingerichtete Verzeichnisconnectoren auch die Verzeichnisinformationen ausgetauscht.

In Routinggruppen werden Server zusammengefasst, welche "well connected" sind, d.h. im gleichen Netzwerk mit ausreichend Bandbreite stehen. Damit erlaubt es Exchange 2000, die administrativen Gruppierungen von der Netzwerkinfrastruktur zu trennen. Bei Exchange 5.5 war dies nicht möglich und ein Standort auch immer mit einer Routinggruppe zu vergleichen.

Eine weitere Änderungen ist, dass die Connectoren zwischen Routinggruppen nicht mehr explizite Server vorsehen, sondern mehrere Server in einer Routinggruppe der "Endpunkt" sein kann, d.h. ein Routinggroupconnector redundant sein kann. Die Connectoren können aber wie bei Exchange 5.5. über SMTP, X.400 oder RPC arbeiten.

Eine weitere Änderung ist der Wegfall der Verzeichnisconnectoren bei Exchange 2000, da das Verzeichnis von Exchange 2000 das Active Directory ist. Allerdings gibt es auch bei Exchange 2000 noch diese Connectoren um eben mit Exchange 5.5 zu interagieren.

Allerdings gibt es noch einige Einschränkungen, solange Exchange 2000 noch mit Exchange 5.5. kooperieren muss und im Mixed Mode läuft. Solange können Routinggroups nur innerhalb der administrativen Gruppen existieren und nicht über administrativen Gruppen hinwegreichen.

Erst im Exchange 2000 native Mode ist es möglich, Server verschiedener administrativer Gruppen in der gleichen Routinggruppe zu betreiben.

Verschieben von Benutzern

Zur Information: In einer Exchange 5.5. Umgebung können Benutzer nur zwischen Servern in dem gleichen Standort verschoben werden. Dies trifft für die Administrativen Gruppen unter Exchange 2000 ebenso zu, in denen auch die Routing Gruppen definiert sind. Erst im Native Mode der Exchange Organisation fällt diese Beschränkung, so dass dann auch Benutzer zwischen administrativen Gruppen verschoben werden können. Dies geht sogar über Routing Gruppen hinweg, allerdings sollten Sie überlegen, ob dies sinnvoll ist. Der Einsatz von Routing Gruppen erfolgt ja gerade um langsame Weitverkehrsstrecken zu unterstützen.

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