Sharepoint und Verwandte
Wenn Sie Sharepoint auf einem Exchange OWA-Server
installieren, dann funktioniert OWA eventuell nicht mehr
823265 You receive a "Page not found" error message when you use Outlook Web
Access (OWA) to browse the Exchange Server 2003 client after you install
Windows SharePoint Services
Was ist Sharepoint ?
Die Geschichte von Sharepoint ist in der Vergangenheit sehr wechselhaft gewesen und die Benennung der Produkte sorgte sicher nicht immer für Klarheit. Wenn wir mal den Sharepoint Portal Server 2001 elegant verschweigen, so gab es mit Windows 2003 erstmals die Windows Sharepoint Services. (WSS2), welche Bestandteil des Betriebssystems waren aber es nicht mehr mit auf die CD geschafft haben. Im Jahr 2007 wurden dann die Sharepoint Services 3 veröffentlicht. Parallel dazu gibt es auch noch den Windows Sharepoint Portal Server 203 und den Windows Office Sharepoint Server 2007.
| Produkt | Release | Quelle | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Sharepoint Server 2001 | 2001 | Kauf Produkt | Die erste Version einer Plattform zur Zusammenarbeit. Wenig genutzt und kein einfacher Migrationspfad. Dieser Server hat noch die Exchange ESE-Engine genutzt. |
| WSS2 | 2003 | Windows Server | Als Download "nachgeliefert" aber Bestandteil von Windows 2003 Server. Nutzt eine MSDE als Datenbank. Kann aber auch SQL nutzen (Lizenzen erforderlich) |
| SPS 2003 | 2003 | Produkt | Rüstet umfangreiche Funktionen nach, die WSS selbst noch enthält, z.B. Volltextsuche. |
| WSS3 | 2007 | Windows 2003 | Die aktuelle (2007) Version der Windows Sharepoint Services |
| OSS2007 | 2007 | Produkt | Und passend dazu die neue Version der Portal Servers, der nun Office Sharepoint Server heißt. |
Ehe Sie also wild ein Setup aufrufen, sollten Sie schon genau hinschauen, ob ihnen der WSS2, welcher im Windows Setup enthalten ist, ausreicht, oder ob Sie nicht doch den WSS3 installieren sollten. Eine Migration ist nicht ganz einfach. Einige Funktionen sind aber nur im Portal Server bzw. Office Sharepoint Server enthalten, der jedoch eine kostenpflichtige Zusatzkomponente ist.
Sharepoint und Exchange
Die MSXFAQ kann hier allerdings nicht tiefer einsteigen. Interessant für die Exchange Administratoren ist aber die Zusammenarbeit von Sharepoint und Exchange:
Schon die Version WSS2 kann Mails über Exchange in das Internet senden. Diese Funktion wird in Sharepoint z.B.: dazu genutzt, eine Änderungsmeldung an die Anwender zu senden. Ein Nutzer kann in den verschiedenen Dokumentbibliotheken eine Benachrichtigung einstellen, so dass der Sharepoint Server sofort oder regelmäßig über Updates informiert.
Hierzu muss im Sharepoint natürlich der Mailserver konfiguriert werden und die Benutzer müssen eine Mailadresse erhalten, an die Sharepoint die Nachrichten versendet.
Nun ist Exchange 2000 und höher natürlich per Default nicht als offenes Relay konfiguriert. Solange also die Empfänger innerhalb der Exchange Organisation zu erreichen sind, können die Nachrichten problemlos zugestellt werden. Sollen die Nachrichten allerdings über an externe Empfänger versandt werden, dann muss sich der Sharepoint Server am Exchange entweder authentifizieren oder Sie konfigurieren den virtuellen SMTP-Server von Exchange derart, dass Verbindung vom Sharepoint Server die Exchange Organisation als Relay nutzen dürfen
WSS3 und "Mail Enabled"
Interessant wird Sharepoint nun mit der Version Windows Sharepoint Services 3. Diese Version kann erstmalig auch direkt Mails empfangen und in Dokument-Libraries ablegen. Hier stellt sich für den Administrator dann aber die Frage: "Wie macht Sharepoint das ?". Schließlich "gehört" der SMTP-Adressraum meist komplett der Exchange Organisation. Also muss Exchange "mitspielen", wenn eine Nachricht an "anfragen@firma.tld" dann erst bei Exchange landet aber dann letztlich zum Sharepoint Server gelangen soll. WSS3 löst dieses Problem derart, dass es einsprechende Objekte im Active Directory anlegt, die die Nachrichten an eine andere Domäne oder einen Host umleiten. Diese Einträge pflegt WSS alleine (sofern er die Berechtigungen auf eine entsprechende OU hat). WSS liest also kein Postfach per POP3, MAPI oder WebDAV aus.
Auf dem WSS Server selbst läuft dann ein ganz normaler Windows SMTP-Server, welcher Mails für diese SMTP-Domäne einfach annimmt und in das "DROP"-Verzeichnis stellt. Dort fischt WSS diese dann wieder heraus. Also auch hier nutzt WSS nicht die Funktionen von EventSinks des SMTP-Servers, um eine sofortige Verarbeitung zu erreichen. Allerdings erlaubt auch NTFS eine Benachrichtigung an Prozesse, wenn sich im Verzeichnis etwas ändert, so dass dies kein Nachteil sein muss.
WSS und Exchange 2007
Mit dem Verständnis um diese Funktionsweise dürfte es nicht möglich sein,
WSS3 und Exchange 2007 auf einem Server zu betreiben, da der Windows
SMTP-Service nicht mit Exchange 2007 kompatibel ist. Vielleicht "kann" man
den Windows SMTP doch nachinstallieren und muss ihn einfach auf einen Port
<>25 umstellen, um Exchange nicht zu stören aber ein Exchange 2007 Setup
wird sich auf jeden Fall "beschweren". Ob es zukünftig einen Exchange 2007
Transport Agent für WSS3 geben wird, konnte ich noch nicht in Erfahrung
bringen. Bis dahin werden Sie WSS3 und Exchange 2007 auf unterschiedlichen
Servern installieren müssen.
Da WSS3 aber einfach nur ein "DROP-Verzeichnis" ausliest, könnte man mit
einem eigenen TransportAgent oder notfalls auch mit einem POP3-Sauger
arbeiten, welcher die Mails an eine Mailadresse einfach in ein Verzeichnis
ablegt.
Sharepoint und Versand über Exchange 2007
Wenn ihr Sharepoint über Exchange 2007 Mails per SMTP an das Internet senden möchte (also keine lokalen Domains), dann haben sie gleich mehrere Probleme:
- Exchange 2007 blockiert unbekannte SMTP-Verbindungen als Relay
Faktisch bedeutet dies, dass Sharepoint als SMTP-Client nicht einfach mal eine Mail per SMTP an Exchange senden darf, in der Hoffnung, dass diese Mail dann auch in das Internet weiter geleitet wird.. Das Problem des Versands besteht nicht, wenn der Empfänger in der Exchange Organisation als Postfach oder Kontakt vorhanden ist oder die Zieldomain in Exchange als "Relay erlaubt" eingetragen ist. - Sharepoint kann kein SMTP-AUTH
Warum auch immer hat Microsoft wohl vergessen, den SMTP-Client in Sharepoint die Funktion zu spendieren, sich beim Smarthost per SMTP anzumelden. Damit kann er natürlich vom Exchange 2007 Server auch nicht "erkannt" werden
Zum Glück gibt es aber Wege, diese Sicherheitseinstellungen und Produktbeschränkungen zu umgehen. Im Hinblick auf Exchange 2007 und Sharepoint gibt es sogar zwei Lösungsmöglichkeiten.
- SMTP AUTH mit dem virtuellen SMTP-Server auf dem Sharepoint Server
Um mit dem Sharepoint Server eingehende Mails zu verarbeiten, ist es ja sowieso erforderlich, dass ein Windows SMTP-Service auf dem Server aktiv ist, auf dem Sharepoint über das DROP-Verzeichnis eingehende Mails erhält. Diesen Server können Sie auch für den Versand nutzen. Sharepoint sendet seine ausgehenden Mails an den lokalem SMTP-Server, welcher Verbindung von "Localhost" als Relay zulässt und dann per authentifiziertem SMTP den Exchange 2007 Server als Smarthost weiter gibt. - Exchange 2007 vertraut Sharepoint Server
Die zweite Option besteht darin, auf dem Exchange 2007 Server die IP-Adresse des Sharepoint Servers als Relay zuzulassen. Dazu legen Sie am Besten einen weiteren SMTP-Receive Connector an, welcher dann nur von der IP-Adresse des Sharepoint Servers erreicht wird und erlauben jedem Absender das Relay über einen Powershell-Befehl
Get-ReceiveConnector "connectorname" | Add-ADPermission -User "NT AUTHORITY\ANONYMOUS LOGON" -ExtendedRights "ms-Exch-SMTP-Accept-Any-Recipient"
Ich persönlich bevorzuge natürlich Variante 1, da ich damit einen "offenen" Receive Connector vermeiden kann.
WSS3 als "Compliance Archiv"
Eine zweite Verbindung von WSS3 in Verbindung mit Exchange 2007 erschließt sich ebenfalls aus der Fähigkeit von WSS, Nachrichten per SMTP anzunehmen und lange vorzuhalten. Exchange 2007 erlaubt über so genannte "Records Management" die Verlagerung von Nachrichten aus Exchange in einen anderen Speicher. Und das ist nach den Vorstellungen von Microsoft natürlich Sharepoint mit seinen leistungsfähigen Möglichkeiten einer Versionierung, Langzeitspeicherung etc.
Ich persönlich würde hier natürlich eine klassische Archivlösung (Siehe auch Archivieren mit Exchange) vorziehen, welche die Elemente nicht erst nach Ablauf einer gewissen Zeit sondern sofort als Kopie in das Archiv überträgt und zudem mit als Anwender transparent den Zugriff erlaubt, auch wenn die Objekte schon "verlagert" sind.
- EXCHANGE2007 – Records Management
http://www.helloitsliam.com/archive/2007/07/03/exchange2007-%e2%80%93-records-management.aspx
Weitere Links
- WSS HowTo
- Relay bei Internet Mail
- Relay mit Exchange 200x
- Archivieren mit Exchange
- SMTP-EventSink
- WinSMTP als Relay
- Desktop Search
- MiIcrosoftSharepoint Seite
http://technet.microsoft.com/en-us/windowsserver/sharepoint/default.aspx - 971620 Sharepoint SP2 wandelt Server in 180 Tage Versoin
- Penny Coventry, MVP Übersicht der Sharepoint Versionen
http://mindsharpblogs.com/penny/articles/481.aspx - Sharepoint Search directly from Windows Vista Desktop
http://markharrison.co.uk/blog/2006/10/sharepoint-search-directly-from.htm
http://markharrison.co.uk/blog/2006/09/adding-moss-search-to-ie7.htm
http://markharrison.co.uk/blog/2006/01/integrating-sharepoint-search-with.htm - O3Spaces Workplace
http://www.o3spaces.org/
Für 10 User (Community Edition) kostenfreie Software - SharePointCommunity Wiki
http://live.sharepointcommunity.de/wiki/Wiki-Seiten/Screencasts.aspx - Ontrack PowerControls für Sharepoint
http://www.ontrack.de/sharepoint/









