Plantronics UC Legend und Voyager

Heute hat mit mein Vertrieb ein neues Headset auf den Tisch gelegt: UC Voyager Legend uC. Auf den ersten Blick habe ich gar nicht gesehen, dass es sich um ein komplett anderes Headset handelt, sieht es doch erst mal so aus wie das bewährte Voyager UC Pro, welches schon länger in meinem Demo-Pool zum Einsatz kommt. ´Direkt nebeneinander gelegt, sind auch gar nicht so viele unterschiede zu sehen.

Äußere Werte

Auf den ersten Blick fällt nur der veränderte Mikrofonbügel auf. Die Größe ist vergleichbar und auch vom Gewicht (17,5 zu 18g) sind die unterschiede minimal. Es gibt Funktionen, die das Legend wieder eine Stufe höher heben. So nimmt es Gespräche allein an, wenn man es aufsetzt und die mitgelieferte Software kann auch den Präsenzstatus setzen. Das sind aber keine Alleinstellungsmerkmale. Dass die Soundqualität auch unter widrigen Bedingungen sehr gut ist (Stichwort Störgeräuschunterdrückung) kennt man schon vom Voyager Pro.

Dass hier aber jemand auch an das "Drum herrum" gedacht hat, sieht man beim Blick in den Karton. Der frühere einfache Lederbehälter ist einer schicken Kunststoffhülle gewichen. Interessant hierbei ist die aktive Funktion dieser Hülle. Die beiden folgenden Bilder machen das etwas deutlich.

Das Headset "rutscht" sehr sicher und elegant alleine an seine Position, weil es Magnete dort hin ziehen. Aber Links sehen Sie zwei Indikatoren. Die Box enthält einen eingebauten Akku, der (rechts Bild) per USB (Micro-USB Standard) einfach aufgeladen werden kann. Das Headset hat in der Box (hier nicht sichtbar) kontakt und wird mit geladen. Auch unterwegs können Sie das Headset einfach in der Box zweimal komplett "nachladen". So können Sie die 7 Stunden Sprechzeit bzw. 11 Tage Standby noch mal deutlich verlängern, auch wenn Sie kein Ladekabel eingepackt haben.

Das Headset hat im Gegensatz zum Voyager Pro keinen USB-Anschluss mehr, sondern nur noch vier Metallkontakte. Aber damit ist man keineswegs "unverbunden". Mit im Paket ist ein kleiner Adapter, um jedes Micro-USB-Kabel zu einem Ladekabel zu machen. Der Adapter ist mit einer kleinen Gummischlaufe auch problemlos am Kabel zu befestigen.

Neben der Ladung in der Tragebox kommt auch noch ein Ladeständer für das Büro. Alle Adapter sind magentisch, so dass die Verbindung sicher gehalten wird aber bei übermäßiger Zugbelastung ohne Schaden getrennt werden kann. Zu keiner Zeit hat man das Gefühl, dass hier etwas "billig produziert ist. Der Kunststoff fasst sich angenehm an. Es wackelt nichts und der Standfuß steht aufgrund des Gewichts sicher auf dem Tisch. Selbst die Ablagefläche in der Box ist gummiert.

Eine kleine Stielblüte ist mir auf dem Etikett aufgefallen. Das Headset habe ich am 7. Februar erhalten. Vielleicht wurde dieses ja "geflogen" und nicht per Schiffscontainer aus China geliefert.

Update: Die Vorverlagerung des Datecode ist nicht nur bei Plantronics "üblich" sondern auch bei anderen Firmen, die Waren über den Seeweg aus Asien beziehen. Ein Nachteil für den Kunden besteht dadurch nicht.

Inneren Werte

Ein Headset darf natürlich nicht nur nach den äußeren Werten bemessen werden. primäres Kriterium ist die Sprachqualität und da ist Lync ja prädestiniert. Das Headset ist mit dem sehr kleinen (und von anderen Plantronics Geräten wie dem   Bluetooth-Dongle schon verbunden, so dass nach dem Einstecken Windows und Lync das Headset in wenigen Sekunden erkennen und einbinden . Treiber-CDs o.ä. sind nicht erforderlich. Lync unterstützt problemlos auch mehrere Headsets und so habe ich das Plantronics Voyager Legend einfach parallel zu meinem normalen Headset genutzt und während der Gespräche einfach umgeschaltet.

Die umschaltung hat überraschendes offenbart. Ich habe das Voyager Legend parallel zu einem Jabra Pro und Aastra 6725ip betrieben und obwohl ich das Gespräch am Telefon oder dem anderen Headset angenommen habe, hat das Voyager die Audio-Verbindung schon "aufgewärmt". Wenn ich dann mit dem Lync Client das Gespräch auf das Headset umlenke, dann ist die Unterbrechung nur minimal. Bedeutet aber auch, dass schon "Strom" verbraucht wird. Aber es dürfte wohl als Sonderfall gelten, dass jemand zwei oder mehr Headsets an einem PC betreibt.

Auch wenn das Headset auf den ersten Blick wieder ein kleines tragbares Headset für den betrieb am Mobiltelefon ist, so wird es mit der Basisstation und dem "Erkennen", wann es aufgesetzt wird, zu einem schicken Büroheadset. Durch die "Hinter-Ohr"-Bauart, die an ein "altes" Hörgerät erinnert, ist es sehr angenehm zu tragen, auch für Brillenträger. Mit dem (geringen) Gewicht hinter dem Ohr und dem Mikrofonbügel nach vorne stimmt auch die Balance, so dass es nach kurzer Zeit gar nicht mehr bemerkt wird und selbst schnelle Kopfbewegungen mitmacht. Nur an die Stimme im Ohr, die in Verbindung mit dem Mobiltelefon auf gesprochene Befehlt hört, musste ich mich erst noch gewöhnen. Aber die Steuerung per Sprache haben mittlerweile auch andere Headsets. Ich bin mal gespannt, wann es so etwas wie "Siri für Lync" gibt.

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