E2013 Installation

Exchange 2013 ist mittlerweile nur nicht "released" sondern die Bits sind auch für die MSDN und TechNet Abonnementen als Download erreichbar.

Achtung:
Für die Installation in eine bestehende Exchange 2010 Umgebung müssen erst alle Server auf Exchange 2010 SP3 aktualisiert worden sein

Achtung:
Exchange 2013CU1 legt ein neues OAB an und weist dies allen Datenbanken zu, die das DefaultOAB nutzen. Readme-Lesen !
Released: Exchange Server 2013 RTM Cumulative Update 1
http://blogs.technet.com/b/exchange/archive/2013/04/02/released-exchange-server-2013-rtm-cumulative-update-1.aspx

Sizing

Diese Seite wird ihnen keine "Sizing"-Vorgabe machen, denn dies ist von Faktoren wie Anzahl der Postfächer, umschlagsvolumen und Postfachgrößen bestimmt. Wer aber mal schnell mit einer kleinen virtuellen Maschine anfängt und denk, dass 50 GB für die Systemfestplatte inkl. Exchange Installation reicht, der wird einige Tage später folgendes feststellen:

Irgend etwas hat die kompletten 50 GB fast aufgefressen, obwohl auf diesem Server seit 4 Wochen keine einzige produktive Mailbox liegt und auch keine Mail darüber übertragen wurde. Wo ist der Platz hin? WinDirStat hilft hierbei sehr schnell die beiden Verzeichnisse zu finden, die hier schnell wachsen:

  • Logging Verzeichnis
    Hier protokolliert Exchange ziemlich viele Vorgänge wie z.B. die Installation aber auch Zugriffe von Clients und Performancedaten mit der Folge, dass einige Verzeichnisse immer weiter wachsen.

    Dieses Bild zeigt einen Server nach ca. 40 Tagen Laufzeit
  • C:\Program Files\Microsoft\Exchange Server\V15\Logging\Diagnostics\DailyPerformanceLogs
    Diese Verzeichnis enthält Performance Daten, die von Perfmon "auf Vorrat" mitgeschnitten werden, um im Fehlerfall bis zu 8 Tage rückwirkend Probleme auswerten zu können und nicht erst die Protokollierung aktivieren und auf den nächsten Vorfall warten zu müssen.
  • IISLogs  :\inetpub\logs\
    Die Zugriffe auf den IIS werden wie gewohnt im INETPUB-Verzeichnis abgelegt. Es gibt immer noch einen "eingebauten" Prozess unter Windows oder im IIS, um diese Logs nach dem Alter zu löschen. Exchange macht zumindest für das Messagetracking und einige andere ausgewählte Dinge alleine.
    Beachten Sie, dass ein Server auch ohne Clientzugriffe ca. 47MB auf der Backend-Site (W3SVC2) und immerhin noch 19,5MB auf der Frontend-Site generiert

Insofern sollten Sie auf jeden Fall den Platz auf ihrem Server überwachen und die Festplatte nicht zu klein dimensionieren. Eine sehr einfache Überwachung mit Alarmierung ist durch die Windows Quota-Funktion möglich, gehört aber auch zum Standardumfang einer sonstigen Überwachungslösung.

Zudem können Sie diese Daten natürlich auch auf andere Festplatten umgelegt werden oder sie etablieren einen Prozess um Löschen nach Alter oder Größe.

Bits auf den Server bringen

Ehe sie nun gleich das ISO-File einbinden und das Setup starten, sollten Sie die erforderlichen Voraussetzungen doch schnell mal durchlesen. Das Setup gibt zwar vor, alle Prerequisites alleine zu installieren aber das stimmt nur für die Windows Komponenten. Einige Dinge müssen Sie aber vorher von Hand installieren. Ansonsten lässt sich Exchange nicht installieren. Leider sagt er das erst kurz ehe er anfängt zu installieren.

Ich habe Exchange 2013 auf einem Windows 2012 Server installiert. Damit sind die meisten Voraussetzungen einfacher zu erfüllen. Bei einer Installation auf Windows 2008R2 müssen Sie gegebenenfalls noch Updates, Patches .NET 4.5 und andere Komponenten installieren.

Folgende Schritte werden durchlaufen. Ich habe nur ausgewählte Bilder addiert.

  • Check für Update
    Sofern der Server Zugriff auf das Internet hat, kann das Setup gleich am Anfang eventuell aktualisierte Informationen für die Installation von Microsoft beziehen.
  • Copying Files
    Dann installiert das Setup die eigentliche InstallationsUmgebung auf den Server und startet dann das Setup
  • Introduction und License
    Es ist an der Zeit den Willkommensbildschirm und die Lizenzbedingungen zu bestätigen.
  • Feedback
    Das Setup kann Informationen über die Installation zu Microsoft zurück melden. Die Funktion ist per Default "AUS".
  • Server Role Selection
    Hier wird es nun das erste Mal interessant. Die "Management Role" ist immer aktiv und sie können die beiden verbliebenen Rollen (CAS und Mailbox) aktivieren.
  • Installationsort
    Im nächsten Fenster können Sie den Installationspfad anpassen. Per Default installiert sich Exchange 2013 wir frühere Versionen nach C:\Program Files\Microsoft\Exchange\ nur nun in das Verzeichnis V15.
  • Name der Organisation
    Auch in Exchange 2013 bekommt die Organisation einen "Namen".
  • Malware
    Interessant ist dann dieser Punkt. Exchange 2013 enthält von Hause aus einen Scanner gegen Schädlinge. Forefront Protection für Exchange hat also ausgedient.
  • Client Access Server
    Dieses Fenster erlaubt ihnen die Definition, ob die CAS-Rolle aus dem Internet erreichbar ist und was dann wohl die "External URL" ist. Nur dann kan der Exchange Server per Autodiscover den Clients die richtigen Daten senden.
  • Kopieren von Dateien
    Dann startet das Setup und je nach System kann es auch etwas länger dauern, bis alle Bits auf dem Server gelandet sind-

Viel mehr gibt es zur eigentlichen Installation nicht zu sagen. Mit ganz wenigen Angaben installiert das Setup einen Exchange Server auf dem lokalen System. Eine Installation auf entfernten Systeme, was z.B. der Windows 2012 Servermanager mittlerweile anbietet, ist jedoch nicht möglich. Wer per Kommandozeile installiert, wird bemerken, dass es keine SETUP.COM und SETUP.EXE mehr gibt, sondern nur ein eine SETUP.EXE die Installation startet. Mit der Angabe von entsprechenden Kommandozeilen wird dann auch installiert.

Aber damit ist der Server natürlich noch nicht betriebsbereit. Alle andere erfolgt dann über die Exchange Administration Console ( EAC)

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